Aufsatz 
Dem Kaiser Friedrich III. zum Gedächtnis : (30. Juni 1888.) / L. Kaiser
Entstehung
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20. Kassel, den S. März 1889 an das Kuratorium: Es wird genehmigt, dass vom 1. April d. J. ab bis auf weiteres der Kandidat des höheren Schulamts Dr. Kitze als wissen- schaftlicher Ililfslehrer an der städtischen Realschule angenommen werde.

21. Kassel, den 9. März 1889

wissenschaftliche Iilfslehrer Dr. Degenhardt vom 1. April d. J. ab als ordentlicher Lehrer an

an das Kuratorium: Es wird genehmigt, dass der

der städtischen Realschule angestellt werde.

22. Kassel, den 12. März 1889: Der Bericht desVIII. deutschen Kongresses für erzichliche Knabenhandarbeit zu München am 22. und 23. September 1888*, sowie die Schrift: Aus der Lehrerbildungsanstalt des deutschen Vereins für Knabenhandarbeit wird zur An- schaffung für die Lehrerbibliothek empfohlen und die Aufmerksamkeit des Kollegiums auf die Bestrebungen des Vereins für Knabenhandarbeit gelenkt.

III. Chronik der Schule.

Das Schuljahr wurde Dienstag den 10. April mit der Aufnahmeprüfung begonnen; der Unterricht nahm tags darauf seinen Anfang. Die Pfingstferien dauerten vom 19. bis zum 26. Mai, die Herbstferien vom 15. August bis zum 19. September, die Weihnachtsferien vom 23. Dezember biz zum 6. Januar.

Im Bestande des Lehrerkollegiums sind folgende Anderungen eingetreten: An Stelle des mit dem 1. April 1888 in den Ruhestand getretenen Oberlehrers Dillmann wurde Herr Dr. Philipp Cossmann, bis dahin wissenschaftlicher Ililfslehrer am hiesigen Königlichen Realgymnasium, als ordentlicher Lehrer an die Realschule berufen.

Philipp Rossmann, ev. Konfession, geboren am 5. Juni 1858 zu Seeheim an der Bergstrasse, vorgebildet auf dem Grossherzoglichen Realgymnasium zu Darmstadt, widmete sich in Bonn, Würzburg, wo er auch seiner militärischen Dienstpflicht genügte, Heidelberg und Göttingen dem Studium der neueren Sprachen. Am 28. Oktober 1881 wurde ihm auf Grund der DissertationFranzösisches oi von der Philosophischen Fakultät Heidelberg die Doktorwürde verliehen, und am 5. Januar 1884 bestand er in Göttingen die Prüfung pro facultate docendi. Nachdem er am Gymnasium zu Hersfeld sein Probejahr abgeleistet hatte, begleitete er von Ostern 1885 bis Herbst 1886 eine Erzieherstelle und kehrte sodann als Hilfslehrer an jene Anstalt zurück. Von Herbst 1887 bis Ostern 1888 war er mit der Versehung einer Lehrerstelle am hiesigen Königl. Realgymnasium beauftragt.

Mit dem 1. Oktober wurde Herr Gärtner, seit dem 1. April 1842 im Amte und seit Herbst 1863 als Lehrer an der Vorschule, sowie als Schreiblehrer an der Realschule thätig, auf sein Ansuchen in den Ruhestand versetzt. Gewissenhaft in der Erfüllung seiner Pflicht, wohlwollend, in seiner Gesinnung, aufrichtig in Wort und That hat er es während seiner 25jährigen Wirksamkeit an unserer Anstalt verstanden, sich die Liebe und Dankbarkeit seiner Schüler, die Achtung seiner Kollegen in hohem Grade zu erwerben. Möge es Herrn Gärtner vergönnt sein, sich noch lange der wohlverdienten Ruhe zu erfreuen. An seiner Stelle wurde Herr Ludwig Kolb, bis dahin Lehrer an der Mittelschule in der Lehrstrasse, mit dem 1. Oktober 1888 als Lehrer an die Vorbereitungsschule berufen.