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Universität Marburg, wo er als Stipendiat und ordentliches Mitglied des philologischen .Seminars sich dem Studium der Philologie und Theologie vier Jahre lang widmete. Im August des Jahres 1847 bestand er die theoretische Prüfung für Bewerber um ein Gym- nasiallehramt und im December des Jahres 1848 die theologische Facultätsprüfung. Am 25. Juli 1849 erlangte er nach öffentlicher Vertheidigung seiner Dissertation: De scriptore libri reoε Ʒνs(Marburgi 1849) von der philosophischen Facultät zu Marburg die Doctorwürde. Vom October desselben Jahres an bestand er sein Probejahr als Practi- cant am Gymnasium zu Fulda. Nachdem er sodann zu Michaelis 1850 für kurze Zeit die Leitung einer Privattöchterschule zu Fulda übernommen hatte, wurde er am Gym- nasium zu Hanau mit der Stellvertretung eines beurlaubten Lehrers beauftragt. Nach Vollziehung dieses Auftrags übernahm er die erste Lehrerstelle an einer Privaterziehungs- anstalt zu Hanau, bis er durch Beschluss k. Ministeriums vom 2. Mai v. J. mit einst- weiliger Versehung einer Lehrerstelle am hiesigen Gymnasium beauftragt wurde. Im Juni v. J. bestand er die praktische Prüfung für Bewerber um ein ordentliches Gym- nasiallehramt vor der Schulcommission für Gymnasialangelegenheiten.
Durch allerhöchstes Rescript vom 15. Juni wurde ferner der Hülfslehrer Dr. Ostermann vom hiesigen Gymnasium an das zu Fulda und der Hülfslehrer Dr. Gross von dem zu Fulda an das hiesige versetzt.
Personalnotizen in Betreff des Dr. Gross finden sich, da derselbe bereits schon früher und zwar von Michaelis 1845 bis zum December 1850, anfangs als Practicant, später als beauftragter Lehrer, am hiesigen Gymnasium beschäftigt war, in den diessei- tigen Gymnasialprogrammen vom Jahre 1848(s. S. 67 und 68) und 1851(s. S. 155). Zur Ergünzung dieser Notizen wird bemerkt, dass der gedachte Lehrer, nachdem er im December des Jahres 1850 aus seinem hiesigen Wirkungskreise geschieden war, beinahe zwei Jahre hindurch eine Lehrerstelle am Progymnasium zu Schmalkalden versah, hier- auf aber zufolge Ministerialbeschlusses vom 1. December 1852 als beauſftragter Lehrer an das Gymnasium zu Fulda überging, an welcher letzteren Anstalt er unter dem 22. Sep- tember 1855 zum Gymnasialhülfslehrer allergnädigst ernannt wurde.
Mit Ablauf des Sommerhalbjahrs vollendete der Candidat Gideon Vogt sein Probejahr als Practicant am hiesigen Gymnasium.
B. Bibliothek und Lehrapparate.
Für Bibliothek und Lehrapparate wurde aus den etatmässigen Mitteln je nach Bedürfniss Neues angeschafft.
Einzelne Geschenke erhielt die Bibliothek, was mit Dank hier erwähnt wird, durch die Herren: Inspector Gutberlet in Fulda, Oberappellationsgerichtsrath Dr. Elvers, Buchhändler Bohné und Dr. Schimmelpfeng dahier, wie auch von dem abgegange- nen Primaner Hildebrand. Eine besonders dankenswerthe Gabe war eine Anzahl


