Aufsatz 
Antrittsrede und Schulnachrichten / vom Direktor Dr. Schmidt
Entstehung
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Mitteilungen über Turnen und technischen Unterricht.

a) Turnen.

Die Anstalt besuchten im Sommer 511 und im Winter 513 Schüler. Von diesen waren befreit:

Vom Turnunterricht überhaupt: Von einzelnen Übungsarten: I Sommer MHminter Sommer NIinter Auf Grund ärztlichen Zeugnisses.. V 36 34 7 9 Aus anderen Gründen...... zusammen.. 36 34 7 9 also von der Gesamtzahl der Schüler 4.. 7% V 6,7% 1,3% 1,7% V

In allen Klassen wurden wöchentlich 3 Turnstunden gegeben. Leider mulsten jedoch in allen Klassen Coctus A und B kombiniert werden, sodaſs zur kleinsten Turnabteilung 42, zur grölsten 74 Schüler gehörten, die gleichzeitig turnten. Jedoch wurden Klassen mit sehr groſser Schülerzahl auch getrennt unterrichtet. Es waren im Sommer und Winter vöchentlich insgesamt 27 Stunden angesetzt. Den Unterricht erteilten:

Güll, Lehrer am Königlichen Gymnasium in VIa b und Va †p. Paul, IVa v. IIga+ b; Iaa†. Hagelauer,* 8 8 IIIga+ b; III1a+ b; IIla+ b; Ila+ b.

Beim obligatorischen Turnen wurden in allen Klassen Frei- und Ordnungsübungen, in den Mittel- und Oberklassen auch Übungen mit Holz- und Eisenstäben, sowie mit Hanteln und Keulen vorgenommen und zwar von den einfachsten Übungen bis zu zusammengesetzten Ubungsgruppen fortschreitend. Im Geräteturnen wurde, vom Leichten zum Schweren fortschreitend, in den Unter-, Mittel- und Oberklassen an allen Geräten geturnt, welche nach den neuen Lehrplänen für höhere Schulen vorgeschrieben sind. In den Oberklassen erfolgte auch planmälsige Pflege der Turnkür. Das Turnspiel, das auch bisher schon in der Turnstunde auf dem Turnhofe nnd an Mittwoch- Nachmittagen auf dem Exerzierplatze unter freiwilliger Beteiligung der Schüler geübt worden ist, erfreute sich in diesem Jahre einer besonderen Pflege, da während der günstigen Jahreszeit die dritte Turnstunde in einen Spielnachmittag auf dem Exerzierplatze umgewandelt wurde. Als groſse Er- leichterung für den gesamten Spielbetrieb ist die Anschaffung eines geräumigen Wellblechhäuschens zu betrachten, dass auf einem in nächster Nähe des Übungsfeldes belegénen Platze aufgestellt, alle

Spielgeräte enthält. So konnte in 78 Stunden mit insgesamt 4362 Schülern gespielt werden. Auch

gelangten die erworbenen Fertigkeiten im Wettspiele mit den Schülern anderer Anstalten in Wiesbaden, Mainz und Limburg a. L. mehrfach zu erfolgreicher Bewährung. Eine weitere stimmungsvolle Leistung stellten die nächtlichen Turnmärsche, einmal der vereinigten Obersekunda, und dann einer Abteilung von Primanern nach dem höchsten Berge der Landschaft, dem Grolsen Feldberge, dar. In dem 1880 gegründeten»Gymnasiasten-Turnverein⸗, dem 80 Schüler aus den Klassen Obertertia bis Prima angehörten, wurden im Winter an 2 Abendstunden(Leitung Hagelauer) Geräte- und Gerüstübungen vorgenommen. Auſserdem haben im verflossenen Sommer 348 Schüler, also 69%, in den bei Biebrich im Rhein errichteten Schwimmanstalten und im hiesigen-Augusta- Victoriabade« das Schwimmen erlernt oder geübt; 251 Schüler, also 50%, konnten das Frei- schwimmbad besuchen. während des Winters wurde an mehreren Nachmittagen der Unterricht ausgesetzt, damit die Schüler auch ausreichender das Schlittschuhlaufen und Schlittenfahren üben konnten. 3 Güll.

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