Aufsatz 
Die Erziehung zur Arbeit
Entstehung
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IV. Beigabe.

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ane. Eir b Erziräung anf Zrbeit

Ienden m wir einen Blick auf Zwecke und Ziele, welche Vie⸗ Mitmenſchen verfolgen ſo ſind dieſe der mänchfüchſten Art. Tauſende ſehen wir thätig in der Ausübung ihres Berufs, Tauſende ſehen wir mit Erfolg deſſen Ziel verfolgen und deſſen ſich erfreuen. Der Landmann ſchneidet die goldene Aehre und herbſtet die purpurne Traube, der Kaufmann tauſcht die Schätze der Natur⸗ und Kunſterzeugniſſe von Land zu Land und rühmt ſich ſeines Gewinnes; der Soldat geht einher im ſtattlichen Schmuck ſeiner Rüſtung und im Selbſtgefühl, daß ſein ſtarker Arm zu Trutz und Schutz dem Vaterlande dient; ernſt wägt der Richter das Recht und das Unrecht, ernſt ergreift der Arzt die Hand des Leidenden und fühlt nach dem pulfirenden Strom des Lebens; heitere Farben wirken die Künſtler durch ihre Werke in den grauen Einſchlag unſeres Daſeins, während unzäͤhlige Hände der verſchiedenſten Handwerker deſſen tauſend⸗ fältige Bedürfniſſe liefern. Nichts befriedigt uns mehr, als einen Jeden mit duſt d 3 folg hingegeden zu ſehen an ſeinen Beruf, vollwerthig an ſeinem Platz.

So mag denn auch der Lehrer ſich fühlen und ſeines erwählten Berufs ſich freuen, dem ja als ſchöne und hohe Aufgabe die Erziehung und Bildung der Menſchen geſtellt iſt. Und wohl dürfen wir ſagen, nicht leicht wird in anderen Berufsklaſſen die Erfüllung der Beruf fspflicht mehr zum Gegenſtand gemeinſamer, fortwährend ſtrebender Sorge gemacht, als bei dem Lehrſtand. Unabläſſig ſehen wir die Mittel und Wege der Bildung der Erörterung unterzogen, in zahlloſen Vereinen und Ver⸗ ſammlungen, in Vorträgen, Zeitſchriften und Abhandlungen. Ueberall herrſcht da eine fortwährende Regung und Bewegung, ſo daß ein in dieſen Berufskreis neu Eintretender leicht die Anſicht gewinnt, erſt jetzt beginne das wahre und rechte Sühllelen erſt jest werde e und Ziel dem Auge des Erziehers klar dargelegt.

Und ſo ſoll denn auch heute die Förderung der Lehrthätigkeit den Gegenſtand unſerer Betrachtung bilden und zwar indem wir eins der Mittel beſprechen, die der Erziehung und Bildung dienen. Die Stelle, an der dies geſchieht, halten wir hierfür um ſo geeigneter, als von ihr aus das Wort ſich richtet an Diejenigen, die wir als die treuen Gehülfen und Verbündeten unſeres Berufes zu betrachten haben, an die Familie, insbeſondere an die Mütter unſerer Schüler⸗ Denn es iſt ja doch in den meiſten Fällen die Mutter, die den Sohn der Schule zuführt und mit liebevoll beſorgtem Herzen ihr anvertraut. Und