Aufsatz 
Friedrich Kohlrausch, Lebensbild eines Schulmannes
Entstehung
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3) Engliſche Sprache, bei dem Klaſſenführer, 3 Stunden wöchentlich: a. Syntax nach dem Lehrbuch von Baskerville: der Artikel, das Fürwortman, das Zeitwortlaſſen, die Hülfszeitwörter, der Infinitiv, die Participien, die Conjunctionen und die Präpoſitionen; ſchriftliche Ueberſetzung der dazu gehörigen Aufgaben. b. Engliſche Chreſtomatie von Süpfle: Ueberſetzung der Leſeſtücke der zweiten und dritten Ab⸗ theilung, welche theils zurück überſetzt, theils wieder erzählt wurden.

C. Mathematik. 1) Geometrie, bei Herrn Albert, 2 Stunden wöchentlich: Die Stereometrie, nach Becker's Stereometrie

2) Algebra, bei Herrn Schumacher, nach deſſen Lehrbuche, 2 Stunden wöchentlich: Gleichungen des erſten und zweiten Grades, mit einer und mehrern Unbekannten; arithmetiſche und geometriſche Progreſſionen; Zinſeszinsrechnung.

3) Kaufmänniſches Rechnen und Buchführung, bei Demſelben, nach deſſen Lehrbuche, 2 Stunden wöchentlich; Wiederholung, Arbitragenrechnung; die gerade Art der Zinſenberechnung bei Contocorrenten; vielfache Uebungen. Die Grundzüge der einfachen und doppelten Buchführung mit Uebungen und Eintragen in Caſſa⸗ buch, Memorial und Journal.

D. Naturwiſſenſchaften. 1) Chemie, bei dem Director, nach eigenem Lehrbuch, 2 Stunden wöchentlich: Einleitung in die Chemie, Aequivalentenlehre, Beſchreibung der Nichtmetalle, durch Verſuche erläutert.

2) Phyſik, bei Herrn Albert, 2 Stunden wöchentlich: Hydroſtatik und Aöroſtatik, Magnetismus, Electricität. Aufgaben aus den Sammlungen phyſikaliſcher Aufgaben von Frick und Fliedner. Lehrbuch: Schödler'sBuch der Natur.

E. Söiſtoriſche Wiſſenſchaften. 1) Geſchichte, bei Herrn Kölſch, 2 Stunden woöchentlich: Geſchichte Deutſchlands von der Reformation bis Joſeph II.; Ueberſicht der Geſchichte der wichtigſten europäiſchen Staaten, nach Welter's Lehrbuch.

2) Geographie, bei Herrn Ritſert, 2 Stunden wöchentlich: Betrachtung der Hülfsmittel der aſtro⸗ nomiſchen Beobachtung; Eintheilung des Himmels; die Erde in ihrem Verhältniß zur Sonne und Mond; das Sun Arenun Weltſyſtem; dabei aſtronomiſche, trigonometriſch zu löſende Aufgaben. Geographie von Aſien und Afrika.

F. Zeichnen. 1) Bei Herrn Lindenſchmit, 2 Stunden vöchentlich: Ornamente, Landſchaften, Köpfe in Conturen und Schattirungen, in Blei und Kreide ausgeführt.

2) Geometriſches Zeichuen, bei Herrn Albert, 2 Stunden wöchentlich: Bau⸗ und Maſchinentheile, mit beſonderer Rückſicht auf Apparate und Maſchinen, welche in der Phyſik betrachtet wurden. Uebung im Anlegen von Farbetönen.

G. Schönſchreiben. Bei Herrn Magnus, 1 Stunde wöchentlich: Praktiſche Anwendung der Schriften bei kaufmänniſchen Scripturen.

Irſte Klaſſe.

RKlaſſenführer: Herr Schumacher.

A. Religionsunterricht. 1) Die katholiſchen Schüler, gemeinſchaftlich mit der II. Klaſſe, bei Herrn Dr. Geier, 2 Stunden wöchentlich: Kircchengeſchichte.

2) Die evangeliſchen Schüler, gemeinſchaftlich mit der II. Klaſſe, bei Herrn Pfarrer Steinmetz, 2 Stunden wöchentlich: Wie bei Klaſſe II.

3) Die israelitiſchen Schüler, gemeinſchaftlich mit der II. und III. Klaſſe, bei Herrn Schauer, 2 Stunden wöchentlich: Wie bei Klaſſe II.

B. Sprachen. a. Deutſche Sprache, bei Herrn Denk, 3 Stunden wöchentlich. Deutſche Literatur⸗ geſchichte, nach Gredy's Lehrbuch, mit beſonderer Berückſichtigung der neuhochdeutſchen Zeit. b. Lectüre: Zahl⸗ reiche Muſterſtücke zur Literaturgeſchichte. Göthe's Taſſo. c. Uebungen im freien Vortrag. d. Monatlich ein Aufſatz.

2) Franzöſiſche Sprache, bei Herrn Simon, 4 Stunden vöchentlich: Aus Steup's Schule des franzöſiſchen Briefſtyls wurden 28 Briefe aus dem Deutſchen ins Franzöſiſche ſchriftlich überſetzt. In Raff's Lectures choisies wurden die meiſten Stücke theils mit, theils ohne Vorbereitung geleſen. Der größte Theil des Unterrichts fand in franzöſiſcher Sprache ſtatt. Mündliche und ſchriftliche Extemporalien. Sprechübungen mit der Benutzung des Handbuches von Ahn.

3) Engliſche Sprache, bei Demſelben, 3 Stunden wöchentlich: Aus Ullrich'sPraktiſche Vor⸗ bereitung für das Engliſche Comptoir wurden 50 Briefe ſchriftlich überſetzt. In Süpfle's Engliſcher Chreſto⸗ matyie wurden die vierte, fünfte und ſechſte Abtheilung theils mit, theils ohne Vorbereitung geleſen. Mündliche und ſchriftliche Extemporalien. Sprechübungen mit Benutzung des Handbuches von Rothwell.