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Dienſtag den 30. April, Nachmittags 3 Uhr: Schlußfeier
Im Saale des Caſino's„Im Hof zum Citenbe Eghe
1. Geſang:„Das iſt der Tag des Herrn,“ von Kreutzer.
2.„Das Kautſchuk,“ nach Hartwig, vorgetragen von R. Wittmann aus Mainz.
3. Geſang:„Der Vogel in der Luft,“ von Gersbach.
4.„Origin of the White, the Red, and Black Man, a Seminole Tradition,“ by W. Irving, vorge⸗ tragen von E. Aſtor aus Mainz.
5.„Der Kaffee,“ nach von Bibra, vorgetragen von F. Heerdt aus Mainz.
6. Geſang:„Bleibe bei uns,“ Motette von Drobiſch.
7.„Auf dem Schlachtfelde von Aspern,“ von Körner, vorgetragen von Qu. Maier aus Gau⸗Algesheim.
8.„Die Schlacht bei Aspern,“ vorgetragen von L. Goldſchmidt aus Mainz.
9. Geſang:„Der Morgen,“ von Mangold.
10.„Derniers moments de Louis XVI.,“ par Thiers, vorgetragen von L. Pricken aus Mainz.
11.„Die hydrauliſche Preſſe,“ nach Schellen, vorgetragen von W. Fürſt aus Mainz.
12. Geſang:„Das Erwachen der Vögel,“ von Conconne.
13. Rede des Direktors.
14. Geſang:„Das Vaterland,“ von Liebe.
III. Bekanntmachung über Zeit und Bedingungen der Aufnahme in die Anſtalt.
Die Prüfung der neu aufzunehmenden Schüler wird Montag den 3. Juni, Morgens 8 Uhr, im Realſchulgebäude ſtattfinden.
Die Anmeldungen nebſt Einreichung der Zeugniſſe über den bisherigen Schulbeſuch geſchehen am 31. Mai und am 1. Juni von Morgens 8 bis 12 Uhr in der Wohnung des Direktors(Emmerich⸗ Joſephſtraße 13)..
Zur Aufnahme in die unterſte Klaſſe muß ein Schüler das zehnte Jahr zurückgelegt haben, deutſche und lateiniſche Schrift geläufig leſen und ſchreiben können, in der Rechtſchreibung ziemliche Sicher⸗ heit und im Rechnen Kenntniß der Hauptrechnungsarten(4 Species) beſitzen.
Die Aufnahme in eine der nächſtfolgenden höheren Klaſſe iſt bedingt durch die Kenntniß der in den vorhergehenden Klaſſen vorgenommenen Lehrgegenſtände(ſiehe Seite 3 bis 8 des Programms).
Es wird dringend angerathen, die Zöglinge der Realſchule bereits mit dem vollendeten zehnten Lebensjahre zu übergeben und dieſelben alle Klaſſen erledigen zu laſſen, weil nur in dieſem Falle das von der Anſtalt vorgeſteckte Ziel vollſtändig erreicht werden kann. Was die Söhne auswärtiger Eltern, insbeſondere die vom Lande betrifft, ſo iſt im wohlverſtandenen Intereſſe der Kinder zu wünſchen, daß dieſelben wo möglich nicht erſt nach ihrer Konfirmation in die Anſtalt gebracht werden, ſondern etwa zwei Jahre früher, damit ihr Wiſſen und ihr Alter mehr im Einklange mit dem Lehrplane ſtehe.


