Aufsatz 
Die Umgestaltung der Unterrichtsräume für Physik im Ludwig-Georgs-Gymnasium zu Darmstadt
Entstehung
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Apparate ganz und brachten die, die noch ein historisches Interesse haben oder vielleicht noch einmal eine andere Verwendung finden können, in dein Museum unter. Der Schrank 9 enthält die Bibliothek.

In dem Zimmer III stehen die Schränke 10 12, und hier sind Werkzeug, Materia- lien und Chemikalien untergebracht.

Durch diese Einteilung und Aufstellung gewannen wir zwischen der Unterrichts- sammlung und dem Lehrsaal einen sehr schönen Arbeitsraum, in dem schon der Experimen- tiertisch des alten Lehrsaals stand. Wir liessen ihn samt seiner Ausstattung mit Wasser, Gas und Elektrizität stehen, und können nun hier unsere Vorbereitungen für den Unterricht machen und sonstige Arbeiten ausführen Denken wir uns zwischen dem Experimentiertisch und den Schränken 5 und 6 eine Scheidewand errichtet, so haben wir ein besonderes Arbeits- zimmer von rund 8= 4 qm Bodenfläche. Unser ganzes Institut besteht somit aus einem Lehrsaal, einem Arbeits- und Sammlungsraum und einem Materialienzimmer, ein Raum und eine Einteilung, die unsere augenblicklichen Bedürfnisse in angemessener Weise befriedigen.

Die sämtlichen Räume erhielten einen freundlichen Anstrich in hellen, modernen Farben anstatt in den üblichen undefinierbaren Schmutzfarben. Insbesondere wurden die Wände des Lehrsaals bis in 2 m Höhe mit blauer ölfarbe und die durüber liegenden Teile und die Decke mit gelblich weisser Leimfarbe gestrichen. Der Olfarbanstrich wurde oben durch einen von Herrn Regierungsbauführer Best entworfenen Fries abgeschlossen und so auch unseren ästhetischen Bedürfnissen durch die Baubehörde in dankenswerter Weise ent- gegengekommen.

Die elektrische Anlage.

Das Darmstädter Elektrizitätswerk liefert Strom von 2% 110 Volt Spannung, der durch ein Dreileiternetz verteilt wird. Die Kilowattstunde kostet für Licht 70 Pfg., für Kraft 25 Pfg.

Der Anschluss an das Strassennetz ist in unserem Arbeitszimmer gemacht, wo die drei Kabel durch die Wand herein in einen eisernen Anschlusskasten geführt sind. Von hier aus geht die Leitung zunächst in einen Verzweigungskasten, in dem die Teilung in Licht- und Kraftzweig stattfindet. Der Lichtzweig benutzt nur den Null- und den einen Aussen- leiter, da unser Lichtzähler, ein Aronscher Pendelzähler, nur für 1= 110 Volt gebaut ist. Von der Verzweigungsstelle aus gehen die beiden Lichtleiter durch den Zähler nach zwei Kupferschienen auf der im Arbeitszimmer befindlichen Marmorschalttafel, die drei Kraftleiter durch einen Motorzähler nach drei anderen Kupferschienen auf derselben Schalttafel. Das Schema der weiteren Verzweigung ist aus der Skizze(Fig. 2) zu ersehen.

Diese Skizze, die nach dem Muster der von Grimsehl in dem schon erwähnten Pro- gramme veröffentlichten hergestellt ist, hat uns vorzügliche Dienste getan. Sie bildete dem Monteur eine vollständig hinreichende Unterlage für seine Ausarbeitung und gestattet uns jederzeit, mit einem Blick die Anlage mit ihren sämtlichen Verzweigungen zu übersehen. Ich kann daher für Projektierungen solcher Anlagen die Herstellung von Skizzen nach diesem Schema nicht genug empfehlen. An Hand der Figur 2 werde ich nun die Anlage weiter be- schreiben und wende mich zunächst zum Lichtzweig.

Die Lichtanlage.

Für einen physikalischen Lehrsaal ist die elektrische Beleuchtung wegen des bequemen

Hell- und Dunkelmachens der Gasbeleuchtung unbedingt vorzuziehen. Dabei halte ich die 2