Erſte Claſſe.
(Claſſenführer: Herr Dr. Krämer.)
Religionslehre, 2 Stunden wöchentlich.
1) Evangeliſche(mit der II. Claſſe) bei Herrn Pfarrer Bennighof. Siehe II. Claſſe.
2) Katholiſche(mit der II. Claſſe) bei Herrn Decan Nillius. Siehe II. Claſſe.
Deutſche Sprache, 3 Stunden wöchentlich, bei dem Claſſenführer: a) die Lehre von der Satz⸗ verbindung, vom Satzgefüge und von der Periode; das Wichtigſte über den Brief; Uebung im Briefſchreiben.
Franzöſiſche Sprache, 4 Stunden wöchentlich, bei Herrn Heitger: Wiederholung der Syntax bis zu den Pronoms interrogatifs; ausführliche Syntax der Pronoms indéfinis und der Verbes; Régime der Zeitwörter; der Gebrauch der Zeiten; die Anwendung des Subjonctif, des Infinitif, des Participe présent und des Participe passé, nach Herrmann's Grammatik;— die desfallſigen Uebungsſtücke wurden bis Nr. 80 mündlich und ſchriftlich behandelt, und die Schüler mußten in der letzten Zeit deutſche Dictate franzöſiſch niederſchreiben; Anleitung zur Converſation; in Lüdeking's Muſterſammlung ſämmtliche größere Leſeſtücke von Ségur, Rollin, Barthelemy u. ſ. w. überſetzt und erklärt; poetiſche Stücke überſetzt und memorirt.
Eugliſche Sprache, im Sommer 2, im Winter 3 Stunden wöchentlich, bei Herrn Heitger: in Gaspey's Converſations⸗Grammatik 16. bis 27. Lection incl., mit allen unregelmäßigen Zeitwör⸗ tern; in der Syntax 1. bis 5. Lection mündlich und ſchriftlich überſetzt; in Gaspey's Leſebuch mehrere kleinere und größere Leſeſtücke überſetzt und erklärt, unter andern die„Story of Sir William Wallace“ aus den„Tales of a Grand-father,“ von Walter Scott— 5. Kapitel— mehrere Scenen aus„The Knapsack, a Comedy,“ von Miss Edgeworth.
Converſationsübungen wie bei der II. Claſſe.
Mathematik, 6 Stunden wöchentlich, bei dem Director.
a) Arithmetik: Zins⸗, Rabatt⸗, Disconto⸗ und Agio⸗Rechnung; Gewinn⸗ und Verluſt⸗ Rech⸗ nung; Geſellſchafts⸗ und Miſchungs⸗ Rechnung; das Münzweſen und die Münzrechnung; ein⸗ fache und zuſammengeſetzte Waarencalculationen; Wechſelreductions⸗ und Arbitragerechnung (mit abwechſelnder Anwendung der Proportionen und des Kettenſatzes).
b) Algebra: die Wurzelausziehung(rationale und irrationale Quadrat⸗ und Eubitwurzeln); die Gleichungen des zweiten Grades mit einer und mit mehreren Unbekannten; imaginäre Form der quadratiſchen Gleichungen; allgemeine Potenzenrechnung incl. die Behandlung ima⸗ ginärer Zahlformen; das Rechnen mit Wurzelgrößen; die Lehre von den Logarithmen; die Exponentialgleichungen des erſten und zweiten Grades(bei dem logarithmiſchen Rechnen: Ge⸗ brauch der Logarithmentafeln von Vega und Gauß); die arithmetiſchen und geometriſchen Progreſſionen, mit Anwendung auf die Zinſeszins⸗ und Rentenrechnung.
c) Geometrie: Die Aehnlichkeit der Figuren; Aufgaben über die Theilung einer geraden Linie, eines Parallelogramms und eines Dreiecks, ſowie über die Beſtimmung der Proportio⸗ nallinien; die Inhaltsbeſtimmungen der geradlinigen Figuren; die Lehre vom Kreiſe ausführ⸗ lich mit vielen Uebungsaufgaben; Stereometrie: die Lage der Ebenen, die ebenflächigen und krummflächigen Körper ſowie deren Berechnung.
d) Trigonometrie: Die Goniometrie; allgemeine trigonometriſche Lehrſätze über die Seiten und Winkel eines Dreiecks.
In I. und II. Claſſe die Geometrie nach den Lehrbüchern von Brettner, Francoeur und Tellkampf; die Uebungen in der Arithmeit und Algebra nach den Aufgabenſamm⸗


