Leidenschaft; sakashaàya leidenschaftlich zu skr. kash-(kashati) kratzt, reibt; dtsch.: der
Wein kratzt. 3. Zerbrechen.
Schmerz, Kummer, Trauer; dtsch. gebrochen; griech. 4Auπ Kummer, Schmerz; Aureo betrübe, 1u*πο kränkend, zur Wurzel skr. lup-(lumpati) zerbrechen, lat. rumpo; skr. rug f. Schmerz, Krankheit; arug, aruga schmerzlos, gesund sarôga krank; çirôrug f. Kopf- schmerz; hrdrôga m. Herzeleid, zu rug-(rugati) zerbricht, peinigt, schmerzt, verwandt mit lat. lugeo trauern, luctus Trauer; griech. 4νος, Tevyadéos traurig, schrecklich.
4. Reiben, Zerreiben, Zermalmen.
Milde, Sanftmut, Mitleid, Schmere, weich, zart; dtsch. mild, Milde ahd. milti freund- lich, gnädig, barmherzig, freigebig; got. mildipa f. Milde; unmildeis lieblos, zu skr. mardh- (mardhati) lässt nach, aus mar(mal) reiben, weitergebildet*). Schmerz, schmerzen, schmerzhaft, schmerzlich; ahd. smõrzo m. smérza f. griech. ✕έάόαό νοο σ0☛Gωoες grässlich, von einer Wurzel*smerd; skr. mard-(mrdnati) conterere“ zend mared beissen; lat. mordeo aus mar reiben weitergebildet; skr mäârdava n. Weichheit, Sanftmut von der Wurzel mard- (mrdnati) reibt, urverwandt mit mard-(mrdati) ist gnädig, erbarmt sich; verzeiht; mar- dika n. Erbarmen; mrdika, mrlika n. Gnade, Hilfe; mrdu weich, zart, mild, schwach; m. n. Milde. Hebr. 8H zermalmen; ptc. niph.: gedemütigt; pu.: zerknirscht, betrübt sein; 8a* adj. gedemütigt, mutlos, verzagt; 7n zerrieben, dünn sein; weichlich, zärtlich, sanft sein; schwach, furchtsam sein; zart, zärtlich, sanft, furchtsam; m. Zärtlichkeit, Weichlichkeit, urverwandt 3n, wovon 70n Mühlstein 209 sich erbarmen 00 m. Eingeweide, Mitleid aram. Barm-
herzigkeit. 5. Schlagen, Niederschlagen.
NViada hesehlapaehert, Eur icheng, betroffen sein; dtsch. niedergeschlagen bezeichnet ursprünglich die Ursache, dann aber auch die Wirkung, wie zahlreiche andere Participia; Nieder- geschlagenheit; lat. adflictus niedergeschlagen; paveo ängstige mich; pavidus ängstlich, furchtsam; pavor Angst, Furcht, urverwandt mit pavire schlagen, puvire, ferire Paul. Diac; griech.*οος Ermüdung orαł‚ õbin müde; orato ermüde zu oνε schlage, haue, ermüde; sæτν re*σι und œrœmμμιsœQerschrecken, erstaunen. Hebr. XeH niedergeschlagen zu 8S u. 73 schlagen.
6. Drücken, drängen, stossen.
Niedergeschlagenheit, Schmere, Leid, Ermüdung, Verdruss, Iherdruss; dtsch. gedrückt, bedrückt, niedergedrückt, Druck, Drang, Bedrängnis, bedrängt; Uberdruss, überdrüssig, Verdruss, verdrossen, unverdrossen; es verdriesst mich etwas; verdriesslich mhd. verdriezen(unpersönl.) widerwärtig sein, überlästig oder überlang dünken; Verdruss, Langweile empfinden; driez m. Verdruss, ahd. ardriozan(unpersönl.) überlästig dünken, urdruzzi f. Uberdruss, Unlust; got. uspriutan beschweren, belästigen; lat. trudo stosse, dränge; es verdriesst mich= es stösst mich ab. Skr. khid-(khidati) drückt, bedrängt; pass. gedrückt, niedergeschlagen sein; caus. niederdrücken, ängstigen; pte. khinna niedergedrückt, ermüdet; khèda m. Verdruss, Ermüdung; khèdana n. Erschlaffung; sakhédam(adv.) betrübt; skr. pidaà f. Schmerz, Leid; pidana quälend; n. Qual zu pid-(pidayati) drückt, plagt; griech. πςμ̈μαό, von einer Wurzel *pi-zd-, ursprünglich*pi- sed-= aufsitzen; vgl. Brugmann a. a. O. II 1 S. 9.
*) Vgl. Max Müller, das Denken im Lichte der Sprache. Aus dem Englischen übersetzt von Engel-
bert Schneider, Leipzig 1888 S. 336. 4*


