Aufsatz 
Ein altdeutsches Frühlingsfest. Eine kulturgeschichtliche Studie : 2. Teil. Das Sonnenrad
Entstehung
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Unterrichtsanſtalten der Provinz Heſſen⸗Naſſau, die am 18. Mai in Eſchwege abgehalten wird, eine größere Anzahl der Lehrer ſich beteiligt, fällt der Unterricht aus.

Caſſel, 30. März 1887. Es wird gemäß einer Miniſterialverfügung angeordnet, die bei der letzten Abgangsprüfung angefertigten Ueberſetzungen aus dem Griechiſchen ins Deutſche einzuſenden. (Es war hier Demosth. Philipp. I, 47 einſchl. überſetzt.)

Caſſel, 2. April 1887. Der eingeſandte Lektionsplan wird genehmigt.

Caſſel, 5. April 1887. Die Wahl des bisherigen Hülfslehrers Wurm zum oördentlichen Gymnaſiallehrer wird beſtätigt.

Caſſel, 5. April 1887. Die Wahl des Herrn Schlitt zum Hülßslehrer wird beſtätigt.

Caſſel, 16. Mai 1887. Mitteilung einer Miniſterialverfügung, nach welcher Lehrer, die an einem Turncurſus in Berlin teilnehmen, während dieſer Zeit nur mit miniſterieller Erlaubnis eine andere Stelle übernehmen können.

Caſſel, 9. Auguſt 1887. In Zukunft ſollen gemäß einer Miniſterialverfügung Hülfslehrer, die zu militäriſchen Übungen eingezogen werden, während dieſer Zeit die Remuneration ungeſchmälert

erhalten. Caſſel, 2. December 1887. Ein Secundaner, welcher nicht nach Oberſecunda verſetzt iſt, kann

nur dann nach anderthalbjährigem Beſuche der Unterſecunda das Zeugnis der viſſenſchaftlichen Be⸗ fähigung zum einjährig⸗freiwilligen Militärdienſt erhalten, wenn er das ganze Penſum der Unter⸗ ſecunda beherrſcht.

Caſſel, 22. December 1887. Die Oſterferien ſollen am 23. März beginnen.

Caſſel, 22. December 1887. Mitteilung des vom Herrn Miniſter erlaſſenen Beſcheides in Betreff der Verſtaatlichung des Gymnaſiums.

Caſſel, 5. Januar 1888. Gemäß Anordnung des Herrn Miniſters ſollen zu den griechiſch⸗ deutſchen Überſetzungen bei der Abgangs⸗Prüfung 35 bis 50 Zeilen aus griechiſchen Klaſſikern(be⸗ ſonders Plato, Demoſthenes, Xennphon) genommen werden.

Caſſel, 18. Februar 1888. Es wird Bericht über die neu beſchafften Schulbänke verlangt.

III. Chronik der Schule.

Das Schuljahr begann am 18. April. Es wurden 60 Schüler neu aufgenommen. Zugleich trat Herr Schlitt als Hülfslehrer in das Kollegium ein. Die Herren Martin und Strunk begannen das geſetzliche Probejahr.

Am 25. April ſtarb ein wackerer Schüler, der Untertertianer Emil Hisgen aus Montabaur am Typhus. Gemäß ärztlicher Anordnung durften die Schüler die Leiche nicht zu Grabe begleiten. Dem feierlichen Seelenamt in der kathol. Kirche wohnten die katholiſchen Schüler bei.

Üüber den Lehrplan der Geſchichte und des Franzöſiſchen wurden von den betr. Fachlehrern verſchiedene Konferenzen gehalten, in denen das Lehrziel und die Unterrichtsmethode erörtert wurden.

Wie ſchon im vorigen Programm erwähnt wurde, hatte der Direktor am 22. März 1887, als Seine Majeſtät das 90. Lebensjahr vollendete, namens der Lehrer und Schüler telegraphiſch Glückwünſche für Se. Majeſtät den Kaiſer, den erlauchten Namenspatron unſers Gymnaſiums, an das Kaiſerliche Oberhofmarſchallamt in Berlin geſandt. Bereits am 23. März lief hier eine Depeſche ein, deren Wortlaut folgender iſt: Se. Majeſtät, ſehr angenehm berührt durch freund⸗ liche Glückwünſche, haben mich beauftragt, Allerhöchſt Seinen aufrichtigen Dank hierdurch auszuſprechen. Oberhofmarſchall Graf Perponcher. Der Direktor