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4. Griechiſch. Repetition der regelmäßigen und unregelmäßigen Formenlehre. Syntax des Nomens ſowie einzelnes von den Präpoſitionen und aus der Moduslehre. Wöchentlich eine häusliche oder Klaſſenarbeit. 2 St. Geleſen wurde Xen. Anab. I 4— 10, II, III. 3 St. Dr. Marx. Homer Od. I, II und ein Teil von III; 95 Verſe wurden auswendig gelernt. 2 St. Stemmler.
5. Franzöſiſch. Die Lehre von der Inverſion, den Tempora, den Modi und dem Par- ticipe présent nach der Schulgrammatik von Plötz, L. 39— 56. Alle 14 Tage abwechſelnd ein Penſum und ein Extemporale. Lektüre: Barante; Jeanne d'Arc. 2 St. Heſſe.
7. Geſchichte und Geographie. Kurze Üüberſicht über die Geſchichte der Völker des Orients. Geſchichte der Griechen und Macedonier. Geographie von Alt⸗Griechenland und der außerdeutſchen Länder Europas. Lehrbücher von Pütz und Daniel. 3 St. Schmitz.
8. Mathematik. Planimetrie: Wiederholung des Penſums der Tertia. Planimetrie bis zur Proportionalität der Linien und Figuren nebſt Conſtruktionsaufgaben 1—355 von Focke und Kraß. Algebra: Gleichungen I. Grades mit einer und mehreren Unbekannten nebſt vielen zugehörigen an⸗ geſetzten und nicht angeſetzten Aufgaben. Proportionen mit Aufgaben nach Heis. Alle 3 Wochen eine ſchriftliche Arbeit. 4 St. Prof. H. Breuer
9. Phyſik. Einleitung. Allgemeine Eigenſchaften der Körper. Kurzer Abriß der Chemie. Magnetismus und Glektrizität bis zum Galvanismus. 2 St. Prof. H. Breuer.
Obertertia. (Ordinarius: Gymnaſiallehrer Wurm.)
1. Religionslehre. a) Katholiſche: Wiederholt: Die Lehre von der Gnade und den Sakramenten nach dem Diözeſankatechismus. Bibl. Geſchichte: Die Zeit der Apoſtel. 2 St. Eyſert. b) Evangeliſche: Im Katechismus: Frage 51— 93 Das Leben Jeſu. Der dritte Glaubensartikel. Das Wort Gottes und die hl. Sakramente. Das Wichtigſte aus der Bibelkunde. Einige Züge aus dem Leben und Wirken der Apoſtel. Memorieren verſchiedener Pſalmen und Kirchenlieder. 2 St. Weckerling.
2. Deutſch. Leſen und Erklären proſaiſcher und poetiſcher Stücke aus Linnigs Leſebuch lI Deklamationsübungen; 6 Gedichte auswendig gelernt, die in Untertertia gelernten wiederholt. Wieder⸗ holung der Satz⸗ und Interpunktionslehre und ausgewählter Teile aus der Orthographie. Übungen im Disponieren. Alle drei Wochen ein Aufſatz(jeder dritte war Klaſſenaufſatz.) 2 St. Wurm.
3. Latein. Kaſuslehre und das Wichtigſte von den Tempora und Modi und Wiederholung einzelner Kapitel aus der Formenlehre nach Seyfferts Grammatik. Einübung von Ausdrücken aus Cäſar und Cicero. Überſetzen aus Oſtermann für Tertia. Wöchentlich eine ſchriftliche häusliche oder Klaſſenarbeit. Caesar, de bello Gallico lib. III. IV, V und VI bis cap. 24 incl. Ovid, Metam. 892 Verſe; 87 Verſe auswendig gelernt; das Wichtigſte aus der Proſodie und Metrik. 9 St. Wurm.
4. Griechiſch. Wiederholung des Penſums der Untertertia; die Verba auf u¹ und die unregelmäßigen Verba nach Koch. Bedingungs⸗, Abſichts⸗ und abhängige Ausſageſätze. Vokabellernen. Wöchentlich eine ſchriftliche häusliche oder Klaſſenarbeit. überſetzen aus Weſener II. Xenophon, Anabasis lib. I. 7 St. Wurm.
5. Franzöſiſch. Repetition des Penſums der Untertertia, Geſchlecht der Subſtantive; Plural⸗ bildung bei den Subſtantiven und Adjektiven; die Adverbien; Eingehenderes über die Pronomina; die Präpoſitionen. Wortſtellung im franz. Satze. Plötz, Lekt. 24—39. Üüberſetzung und Vokabellernen nach Plötz. Alle 14 Tage ein Penſum reſp. ein Extemporale. Lektüre: Galland: Sindbad le Marin. 2 St. Bloemer.
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