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Dhors in das Land der Rieſen, von deren Köͤnig Utgardaloki er eine Zeit lang zum Beſten gehalten wird. Sein Hammer wirkt auch dort in ungebrochener Kraft aber trifft nicht das rechte Ziel. So mußte die Mythen bildende Phantafie des Volkes dichten, wenn ſie die Vorgänge der Natur während des Frühlings in treffende Metaphern umwandeln wollte. Es liegt alſo hierin kein Widerſpruch mit andern Zügen der Götterſage, welche die Waffe des Gottes mit unwider⸗ ſtehlicher Kraft ausſtatten. Außerdem iſt alles, was der Lichtwelt angehört, in erſter Linie der König derſelben, der Blitze ſchleudernde Donnergott, welcher mit ſeinem Strahle die Erde aus dem Winterſchlafe weckt und öffnet, das Leben ſchafft und dasſelbe erhält, der entſchiedenſte Gegner aller das Leben zerſtörenden Winterrieſen, Unholden, Schwarzelben, Inſekten und Krankheiten. Denn auch die Krankheiten ſind nichts als böſe Geiſter, die dem Menſchenleben nachſtellen, woran der Name für eine Art des Rheumatismus, Herxenſchuß, heute noch erinnert. Keine dieſer dem Leben feindſeligen Mächte wird von dem gewaltigen Gotte verſchont; ein Gewitter mit Donner und Blitz treibt ſie in die Flucht, wie vor dem Hahnenſchrei, der Verkündigung des anbrechenden Tageslichts, die Geiſter der Nacht entfliehen. Wann und wo Leben geweckt und gefördert wird, entweicht der Tod. Die zum Himmel lodernde Flamme, um welche unter Jubel und Jauchzen der Reigentanz geſchlungen wird, iſt der pramantha, der die Gewitterwolke ſpaltet, der Stab⸗ welcher das hinter dem Wolkendunkel erloſchene Feuerrad der Sonne wieder anfacht, iſt der Blitz, der das im Winter erſtorbene Leben der Natur neu belebt. Denn das Princip des Lebens die Seele iſt Licht, himmliſches Feuer. Der Adler trinkt das Licht der Sonne und trägt es zur Erde hernieder. Weil dort, wo Leben hervorgebracht wird, der Tod ſeine Macht verliert, ſo feit die Darſtellung der Lebenserneuerung wider jeglichen Einfluß der Mächte der finſtern Todeswelt, des Winters. Darum ſpringt man über die Flamme, in dem Glauben von Krank⸗ heiten während des ganzen Jahres verſchont zu bleiben; deßhalb führt man das Vieh über die Feuerſtätte und nimmt die verkohlten Holzſtücke mit nach Haus als Amulete wider der böſen Geiſter Einfluß, als Abwehr gegen den zündenden Strahl. Stecken doch heute noch in vielen Ge⸗ genden die Landleute in der Walpurgisnacht Beſen, ſymboliſche Blitzgarben, in die Miſthaufen, um Haus und Hof vor den Herxen zu bewahren. Es ſind noch nicht viele Jahre her, daß in Marſeille das Volk zum Schutze gegen die Cholera auf den freien Plätzen Feuer anzündete und um dieſelbe im Reigen herumtanzte. Die Macht des den Winter, d. i. den Tod beſiegenden Gottes ging auf ſeine Waſſe und die ſymboliſche Darſtellung derſelben üder.
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