— 70— 2) Lehrptan
Die im Lehrplane eingetretenen Veränderungen erhellen aus dem obigen Verzeichnisse. Bei legalen Abwesenheiten einzelner Lehrer gesche- hen die Vertretungen auf die nach den jedesmaligen Umständen thun- lichste Weise, ohne Combination der Classen und möglichst ohne Ausfall irgend einer Lehrstunde. 8
5) Lekrapparate. Für die Pibliothek waren von IHerzogl. Landes-Regierung bewilliget
600 fl., für den physikalischen Apparat 510 fl, für den Gesang 30 fl., ſür die gymnastischen Uebungen vergl. S. 68. 4) 5 1„ l n. Das Bestehende hat sich fortdauernd bewährt. 5) Stipendien.
Die höheren Verfügungen wegen der Zulassung zum Genusse der Stipendien, soöwohl der allgemeinen auf der Landes-Universität zu Cöttin- gen, als der besonderen für Studirende der katholischen Theologie aus dem betreff. Rirchenfonds bei der Landes-Fakultät zu Giessen, und noch auf dem Gymnasium, sind in dem Programme d. J. 1838 ausführlich mitgetheilt worden.— Die Zahl der Percipienten von den Petreff. kirchlichen dien unter den Gymnasiasten beträgt jetzt 18.
6) Sekulfeste.
Die Gymnasial-Concerte, von denen eines der Feier des höchsten Geburtstages Sr. Herzogl. Durehlaueht ausschliessend gewidmet zu sein pflegte, wurden, wie bisher, gehalten.
Das Stiftungsfest wurde in gewohnter Weise mit Redeact u. s. w. am 26. Juli 1839 gefeiert. Die deutsche Festrede hielt der ausserordeut- liche Proſessor Dr. Cuntz.— Der grosse und schmerzliche Verlust, wel- cher das ganze Land am 20. Angust 1839 tief erschütterte, bei dem todt. lielen Hinscheiden Sr. Durchlauecht des regierenden Herzogs IT ilhelm, und die ununterbrochenen Beweise landesväterlicher Fürsorge und Huld in
Stipen-


