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Geschichte der Anstalt. 1) Lehrerpersonal.
Seine Herzogliche Durchlaucht geruhten, mit Anfang des Winter. zemesters den ordentlichen Professor Lex zum Rector des Herzogl. Päda- gogiums zu Wiesbaden und den ausserordentlichen Professor Dr. Cuntz um Prorector des Herzogl. Pädagogiums zu Hadamar zu ernennen, sowie den ersten Conrector Menke vom Herzogl. Pädagogium zu Hadamar als ordentlichen Professor an das IIerzogl. Gymnasium dahier zu versetzen, und den ausserordentlichen Professor Krebs zum ordentlichen zu ernennen.
Die Lebensverhältnisse des neu eingetretenen Lehrers sind folgende:
Karl Luduwig Menke, geb. d. 23. Jan. 1801 zu Idstein, erhielt seine erste Bildung in der ehemaligen Friedrichsschule zu Wiesbaden; hesnchte von 1815 bis 1819 die Gymnasien zu Idstein und Weilburg; studirte von Ostern 1819 bis Herbst 1822 Philologie und Pädagogik in IHalle und Göt- tingen; bestand 1823 das Staatsexamen; übernahm darauf die Leitung einer Privatlehranstalt zu Höchst a. M.; wurde 1827 als provisorischer Conrec- tor am Herzogl. Pädagogium zu Wiesbaden angestellt, von da 1828 in gleicher Eigenschaft nach Dillenburg versetzt, 1830 zum zweiten Conrec- tor daselbt und 1835 zum ersten Conrector in Hadamar befördert.— Von zhm sind im Druch erschienen: 1) Ueber die Nothwendigheit und die Methode des universalhistorischen Unterrichts auf niederen und höheren Gelehrten- schulen. Eine Abhandlung im Pädagogialprogramm von 1839. 2) Bedeu- tung und Methode des Gymnasialunterrichtes in der Geschichte, ihr Ver- haltniss zu andern Wissenschaften und den übrigen Lehrgegenständen der Gymnasien. Weilburg, bei Lanz, 1840.
Ausserdem ist höchsten Ortes verfügt worden, dass die Candidaten der Philologie, nach bestandener theoretischer Staatsprüfung, ein halbes oder ein ganzes Jahr beim Gymnasium practisch sich vorüben sollen. In dieser Beziehung war der Candidat Spiess dahier eine Zeit lang thätig, bis er zum Collaborator des Herzogl. Pädagogiums zu Dillenburg mit Anfang des Wintersemesters höchsten Orts ernannt wurde,


