Aufsatz 
De Friderico Taubmanno adolescente
Entstehung
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Jahresbericht üher den Iudand des Gynnakuns im Schaljahrt 185758.

1 Lebrverfaſſung.

A. Lehrercollegium.

Das Lehrercollegium hat in dem vergangenen Schuljahre erhebliche Aenderungen erfahren.

Im April vorigen Jahres, kurz vor dem Beginne des Sommerſemeſters, wurde der Con⸗ rector M. Meiſter an das Gelehrte⸗Gymnaſium zu Wiesbaden, und der Conrector Dr. F. H. Deutſchmann an das Pädagogium zu Dillenburg verſetzt. Zur Ausgleichung des dadurch entſtandenen Ausfalls an Lehrkräften erhielt das hieſige Gymnaſium die Collabora⸗ toren W. Thomas), und G. Krebs**), von denen der erſtere einige Jahre als Collaborator an dem Pädagogium zu Dillenburg gewirkt, und der letztere ſchon einmal als Candidat des höheren Unterrichtsweſens im Jahre 1856 den ſarthematſchen Unterncht an dem hieſigen Gymnaſium ertheilt hatte.u

Beim Aufange des Schuljahres beſtand ſonach das Lehrerelegium aus:

1) Director Regierungsrath Kreizner, Ordinarius in I; 2) Profeſſor H. L. Schmitt, Ordinarius in II; 3) Profeſſor J. Bellinger, Ordinarius in III; 4) Profeſſor Dr. A. Sporer, Ordinarius in IV 5) Außerord. Prof. H. Fachlehrer in feanzsſiſche unb enlüſche 2prrbe 6) Conrector W. Billz 7) Conrector H. Colombel, Odinarius in VI; 1 34 8) Collaborator K. Bogler, Ordinarius in V;.2n uuh 271 ,14t . 9) Collaborator W. Thomas, Ordinarius in VII; bS 1s 10) Collaborator G. Krebs, Fachlehrer für Mathematik; 1 11) Elementarlehrer Ph. Weppelmann, Hiffs⸗ u. Fachlehrer fuͤr Oeing. u. Schreibunteriicht; 12) Maler L. Diefenbach, Zeichentehver; 13) Elementarlehrer E. Wagner, Muſiklehrer.

Da der Religionsunterricht in der ſeitherigen Weiſe für die katholiſchen Schüler von dem Prieſter Herrn Schmelzeis, für die evangeliſchen von Herrn Pfarrer Schellenberg er⸗ theilt, die Israeliten aber von dem Bezirksrabbiner Herrn Dr. Wormſer gemeinſchaftlich mit den Kindern der zsraelitijchen Gemeinde unterrichtet werden, ſo erſchienen für das Sommerſe⸗

*) Vergl. Programm des Pädagogiums zu Dillenburg ve vom Jabt 1852 S. 3.

) Ueber ſeinen Lebens⸗ und Bildungsgan hat er ſelbſt folgende Angaben gemacht: Georg Krebs, geboren den 8. September 1833 zu Höchſt a M, beilchte von 1844 1848 die Realſchule ſeiner Vaterſtadt, trat dann Oſtern 1848 in die Tertia des Realgymnaſtums zu Wiesbaden ein und verließ, nach beſtandener Maturitätsprüfung, die Anſtalt im Jahre 1852. Hierauf bezog er die Univerſität zu Marburg, wo er zwei Jahre vorzugsweiſe Mathematik und Naturwiſſenſchaften ſtudirte. Von 1854 an betrieb er dieſelben Studien 1 ½ Jahr in Leipzig und trug daſelbſt zweimal in mathem. Preisaufgaben den Preis davon. Im Herbſt 1855 tunne er nach Wiesbaden zurück und wurde ſogleich, nach beſtandener erſter Staatsprüfung, an das Gymnaſium zu Hadamar(24. Januar 1856) zur Uebernabme des mathematiſchen Unterrichts dirigirt. Oſtern 1856 wurde er an das Realgymnaſium zu Wiesbaden verſetzt, und Oſtern 1857 als Collaborator bei dem Gymnaſium zu Hadamar angeſtellt, wo er den geſammten mathematiſchen Unterricht übernommen hat.