Aufsatz 
Die Frankenkönigin Brunichilde
Entstehung
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Was die Wahl der Studien betrifft, ſo haben ſich für das Studium der ev angeliſchen Theologie entſchieden: Neuſchäfer, Hechler und Mickel; für das der Philologie: Kleyenſteuber; für das der Forſtwiſſenſchaft: Krauß.

Einem der beſagten Abiturienten wurde die Cenſur I, den übrigen die Cenſur II ertheilt.

Im Herbſt verließen 2 Primaner nach beſtandener Maturitätsprüfung die Anſtalt, nämlich:

1) Friedrich Kullmann aus Schaafheim, um zu dem akademiſchen Studium der Medicin überzugehen;

2) Julius Reuſch aus Rodheim a. d. Horloff, um ſich dem Studium der evan⸗ geliſchen Theologie zu widmen.

Von dieſen Abiturienten erhielt der eine Nummer II, der andere Nummer III.

Der aus Mittel⸗Prima abgegangene Schüler iſt, dem Vernehmen nach, in ein anderes Landes⸗ gymnaſium eingetreten.

Aus Unter⸗Secunda ſchieden 3 Zöglinge, von denen 1 in ein Privat⸗Inſtitut und 2 in die techniſche Schule zu Darmſtadt übergegangen ſind.

Aus Tertia traten 2 Schüler aus, um ſich der kaufmänniſchen Laufbahn zu widmen.

Die Quarta verließ 1 Zögling wegen Wohnortsveränderung ſeiner Eltern.

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4. Chronik der Anſtalt. 2

Die durch das Ableben des um die Anſtalt hochverdienten Profeſſors Haupt erledigte Director⸗ ſtelle wurde durch Allerhöchſtes Decret vom 11. Mai 1865 dem Unterzeichneten übertragen. Die Inſtallirung des neu ernannten Directors erfolgte in feierlicher Weiſe am 3. Juli durch Herrn Oberſtudienrath Prof. Dr. Wagner. Dieſem ſolennen Acte wohnten außer dem Lehrercollegium und den Schülern des Gym⸗ naſiums eine Anzahl der Großherzoglichen und Fürſtlichen Localbeamten ſowie der Bürgermeiſter der Stadt und einige Mitglieder des hieſigen Gemeinderaths bei. Am Abend des gedachten Tages ſah ſich der Director durch einen Fackelzug, den ihm die Zöglinge des Gymnaſiums brachten, angenehm überraſcht.

An vorſtehenden kurzen Bericht über die Berufung des Unterzeichneten zur Uebernahme der fraglichen Stelle und über die Einführung desſelben in das ihm anvertraute Amt mögen ſich folgende biographiſche

Notizen reihen:

Ludwig Krämer iſt geb. den 14. November 1825 zu Nack im Kreiſe Alzey, wo ſein Vater in ſelbiger Zeit als Schullehrer ſtand. Den erſten Unterricht empfing er von ſeinem Vater und verſchiedenen Theologen. Dann trat er in das Gymnaſium zu Gießen ein, machte ſämmtliche Claſſen desſelben durch und bezog zu Oſtern 1844 die Univerſität Gießen, um ſich dem Studium der altclaſſiſchen Philologie und der orientaliſchen Literatur zu widmen. Nach Beendigung ſeiner Univerſitätsſtudien beſtand er im Herbſt 1847 das für die Candidaten des Gymnaſiallehramts vorgeſchriebene Examen und abſolvirte von Herbſt 1847 bis dahin 1848 an dem Gymnaſium zu Gießen den vorſchriftsmäßigen Aecceß. Hierauf brachte er noch ein halbes Jahr in Gießen zu, indem er Privatſtudien oblag und Privatunterricht ertheilte. Im Frühjahr 1849 übernahm er die Functionen eines Lehrers und Erziehers im Hauſe des Geheimen Raths von Zwierlein in Wiesbaden. Dieſe Stelle bekleidete er ſo lange, bis ihm durch hohes Decret Großherzog⸗