Aufsatz 
Über Rousseau's Emil
Entstehung
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in Folge des rauhen Winters aufgetretenen Kinderkrankheiten vielfach und in ſolcher Zahl vom Beſuch der Schule abgehalten, daß oft ein volles Drittel der betreffenden Klaſſen in den Unterrichtsſtunden fehlte. Leider verloren wir auch wieder einen Schüler durch den Tod: Alexander Will aus Klaſſe V erlag am 24. September einer typhöſen Krankheit und wurde von ſeinen Klaſſengenoſſen und einigen Lehrern der Anſtalt zu ſeiner letzten Ruheſtätte geleitet.

Auch im verfloſſenen Jahre ſind unſerer Schule wieder eine Anzahl von Geſchenken zugewandt worden, für welche hier öffentlich zu danken uns eine ange⸗ nehme Pflicht iſt. Wir erhielten: von der Großherzoglichen Oberſtudien⸗ Direktion die Veröffentlichungen der Centralſtelle für Landesſtatiſtik; von der Großherzoglichen Centralſtelle für die Landwirthſchaft deren Zeitſchrift; von dem Offenbacher Verein für Naturkund e deſſen Jahres⸗ bericht; von einem ungenannten Freund der Schule zum 9. Juni 1869 die Summe von 25 Gulden, welche als Zuſchuß zu dem Ankauf eines menſch⸗ lichen Skeletts, deſſen Mangel ſich ſchon lange fühlbar gemacht hatte, verwendet wurde; von Herrn Emil Pirazzi in dankbarer Erinnerung an ſeine Schulzeit deſſen Rienzi, Trauerſpiel in 5 Aufzügen, die von ihm herausgegebene Biographie ſeines verſtorbenen Vaters Joſeph Pirazzi, eine Broſchüre L'Angleterre et l'Allemagne und einige kleinere Schriften; von dem ehemaligen Realſchüler, jetzt Aſſiſtenten an der Maſchinenbauſchule des Polytechnikums in Karlsruhe, Herrn Daniel Heim das Jahrbuch des polytechniſchen Vereins in Karlsruhe nebſt einem werthvollen AtlasKonſtruktionen aus dem Maſchinenbau, an deren Herausgabe er mitbetheiligt war; von dem ehemaligen Realſchüler Joſeph Heim einen Satz Goldgewichte in Etui.

Wir haben endlich noch zweier erfreulichen Ereigniſſe aus dem letzten Schul⸗ jahr zu gedenken, von denen das eine, die von den Ständekammern im Einver⸗ ſtändniß mit der hohen Staatsregierung erfolgte Erhöhung des Staats⸗ zuſchuſſes zu den Koſten unſerer Realſchule um 1500 Gulden die Mittel bot, um einigen älteren Lehrern der Anſtalt die längſt verdienten Gehaltsaufbeſſerungen zuwenden zu können, während das andere, die von dem Gemeinderath unſerer Stadt beſchloſſene Erbauung eines neuen Schulhauſes für die Realſchule uns zu der frohen Hoffnung berechtigt, in nicht allzu ferner Zeit das jetzige bei dem ſtetigen Wachſen unſerer Schülerzahl räumlich nicht mehr ausreichende Lokal verlaſſen und dafür ein den Zwecken des Unter⸗ richts, wie der Geſundheit der Schüler dienlicheres, unſerer Stadt würdiges beziehen zu können.