35 I. Geſchichte.
Den 6. Januar 1841, Morgens 4 Uhr, verſchied der hieſige Zeichenlehrer Friedrich Philipp Schultz in einem Alter von 58 Jahren, 2 Monat, 6 Tagen, an den Folgen eines Schlagfluſſes, der ihn am 3. Januar waͤhrend des Unter⸗ richtes in der hieſigen Sonntagsſchule befallen hatte. Das Paͤdagogium verlor an ihm einen berufstreuen Lehrer.
Der Zeichenunterricht wurde am 8. Januar proviſoriſch dem Maler Scheuer von hier uͤbertragen.
Schuddes Paͤdagogium zaͤhlte im Laufe des Schuljahres ſieben und ſiebzig er.
Zur Vermehrung der Bibliothek wurde außer der gewoͤhnlichen Summe von 133 fl. 20 kr. noch ein beſonderer Credit von zweihundert Gulden zur Anſchaf⸗ fung guter Ausgaben alter Klaſſiker bewilligt.
Am 24. Juli 1840 wurde mit dem Geburtsfeſte unſers Durchlauchtigſten Herzogs zugleich das Stiftungsfeſt des Pädagogiums in dem Saale des Gaſt⸗ hufs zum zprinhen von Naſſau mit Declamation, Vocal⸗ und Inſtrumental⸗
ſik und einer Rede des Rectors uͤber die Gruͤnde der Anhaͤnglichkeit des Naf⸗ ſauers an ſein Fuͤrſtenhaus und ſein Vaterland gefeiert.
II. ueberſicht
der
bebhandelten Lehrgegenſtände.
A. Sprachen. 1. Deutſche Sprache, nach Heyſe.
Die Lehre vom Haupt⸗Bei⸗ Fuͤr⸗Zahl⸗ und Zeitwort; das We⸗IV. Kl. fentlichſte vom einfachen Satz; Leſen, Erzaͤhlen und Deklamiren; Uebun⸗ gen in der Orthographie. Woͤchentlich 5 Stunden.— Schmidtborn, erſter Conrector.


