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gerade, tadellos⸗wahrhaftige, ehrenfeſte Natur, die allen Achtung und Bewunderung einflößte.
Geboren am 25. April 1808 in Meineringhauſen, wurde er vom 9. Jahre an bis zu dem ſeiner Konfirmation in dem Pfarrhauſe zu Wethen erzogen, dann auf dem Corbacher Gymnaſium bis zur Univerſität gebildet, welche er als Student der evangeliſchen Theologie zu Göttingen bezog. Nach zurückgelegtem beſtandenem Examen und zwanzigjähri⸗ ger Tätigkeit als Hauslehrer, wurde er 1832 als Rektor an die Arolſer Elementarſchule berufen und hat ſeitdem dieſer Stadt und in weiterem Kreiſe dem Waldecker Vater⸗ land ausſchließlich ſeine ganze Kraft und Tätigkeit gewidmet. So eng begrenzt aber dem Umfang nach das Feld ſeiner Wirkſamkeit erſcheint, ſo viel hat er auf demſelben gearbeitet, teils das Alte pflegend und fördernd, teils Neues auf dem⸗ ſelben ſchaffend und aufbauend. Und nicht die räumliche Ausdehnung des Wirkungsfeldes iſt es ja, was den Wert eines Charakters beſtimmt, ſondern die Treue, mit der er dasſelbe bearbeitet, die Gewiſſenhaftigkeit und Opferfreudigkeit, mit der er den ihm auferlegten Pflichten nachkommt. Eben in dieſen Eigenſchaften aber war der Verſtorbene ein Meiſter zu nennen. Bald erweiterte ſich der Kreis ſeiner Pflichten: zu der Direktion der Elementarſchule trat die einer Privat⸗ ſchule, welche hauptſächlich durch ſein Verdienſt 1853 in eine höhere Bürgerſchule umgewandelt wurde. Wohl traten ihm ſchon frühe tüchtige Mitarbeiter zur Seite, allein den Löwenanteil der Arbeit behielt er für ſich. Selten hatte er weniger als 30 Stunden die Woche, zu welchen dann noch zahlreiche Privatſtunden, ſowie die Arbeit an ſeinen Haus⸗ zöglingen hinzukam. Und nicht genug damit. Weit über den Kreis ſeiner Schule erſtreckte ſich das Wirken des für alles Gute und Edle intereſſierten Mannes. Kaum einer der in unſerem Lande beſtehenden wohltätigen Vereine wird ſein, der ihn nicht zu ſeinen hervorragenden Mitgliedern, wenn nicht gar zu ſeinen Begründern rechnet. So war vor allem der Guſtav⸗Adolf⸗Verein, dem er lange Jahre prä⸗


