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vorſtands eröffnet. Im Auftrag des Fürſtl. Konſiſtoriums führte Konſiſtorialrat Steinmetz die neuen Lehrer ein. Es wurden an⸗ geſtellt die Herren Rektor Groscurth, von Wiedburg, Krüger, Schmincke und Brühne, von denen der Erſtgenannte Leiter der Anſtalt wurde, während er zugleich das Rektorat der Volks⸗ und höheren Töchterſchule beibehielt. Dieſes iſt trotz mancher Verſuche, die höhere Knaben⸗ wie Mädchenſchule ſelbſtändig zu machen, bis Herbſt 1903 geblieben.
Leider war die Stadt gezwungen, die bedeutenden Unter⸗ haltungskoſten allein zu tragen, da der erhoffte Staatszuſchuß von 1200 Talern von den Ständen abgelehnt wurde. Es iſt ſomit begreiflich, daß man äußerſte Sparſamkeit walten ließ, wie denn zur Beſchaffung von Apparaten und zur Gründung einer Bücherei von jedem Schüler jährlich 5 Groſchen erhoben wurden. Damit konnten freilich auch nur die dringendſten Wünſche erfüllt werden, und die Ausſtattung der Schule war lange Jahre dürftig.
Nach vielen Verhandlungen, die ſich bis in das Jahr 1852 zurückverfolgen laſſen, wurde 1859 für die Anſtalt ein beſonderes Kuratorium von 3 Perſonen geſchaffen, wobei allerdings der Wunſch der Stadt, daß dieſes an Stelle des Orts⸗ und Kreis⸗ vorſtandes treten möge, vom Fürſtl. Konſiſtorium nicht bewilligt wurde. 1856 machten die Gemeindebehörden erneute Anſtren⸗ gungen, einen Staatszuſchuß zu erhalten, ja man bemühte ſich ſogar, die Übernahme zu erwirken. Günſtige Gelegenheit bot an⸗ ſcheinend die eintretende Vakanz der Direktorſtelle an der dem Gymnaſium zu Korbach angegliederten Realſchule. Die Stadt Arolſen ſtellte den Antrag, die höhere Bürgerſchule für eine Staatsanſtalt zu erklären, die Realſchule von dem Gymnaſium in Korbach zu trennen, nach Arolſen zu verlegen und die für erſtere bewilligten Gelder der Arolſer Schule zu überweiſen. In ſeiner Antwort bedauerte jedoch das Fürſtl. Konſiſtorium, den Antrag nicht in weitere Berückſichtigung ziehen zu können, da es unter den obwaltenden Verhältniſſen nicht tunlich erſcheine, ſo wünſchens⸗ wert auch die Errichtung einer Realſchule für das Land ſein würde.


