Aufsatz 
Beschreibung des Gymnasial-Erweiterungsbaues
Entstehung
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Beschreibung des Gymnasial-Erweiterungsbaues Vvon

Stadtbaurat G. A. SCHMIDT.

Den im Stadtbauamte unter Leitung des Berichterstatters durch den hierfür besonders angestellten Architekten Kuoßnhe ausgearbeiteten spe- ziellen Bauplänen lag folgendes ministeriell festgestellte Bauprogramm zu Grunde:

1. 4 Klassenzimmer für VI u. V je 50 Schüler zu 1,00 qm Fläche= 50 qm 2. 4 desgl.» IV u. UIII 40» 1,10» rund 45» 3. 2 desgl. 0 III» 30 1,10*** 35» 4. 2 desgl.. UII 30. 1,15. 35 5. 3 desgl. OII, UI u. OI: 30. 1,20»., 35. 6. 1 Reserveklasse für besondere Kombinationen...... 50 bis 60 7. 1 physikalischer Hörsaal für 30 Schüler zu 1,40 qm Fläche.. rund 45 8 1 physikalisches Kabinet........... 25 9. 1 Zimmer für naturhistorische Sammlungen....... 55 10. 1 Zeichensaal für 50 Schüler zu 2 qm Fläche....= 100» 11. 1 Aula für 500 Schüler zu 0,60 qm Fläche..........= 300 12. 1 Lehrerzimmer für 25 Personen zu 2 qm.........= 50 13. 1 Amtszimmer des Direktors mit Archiv......... rund 30» 14. 1 Bibliothekzimmer...... 70 bis 80 15. Dienstwohnung für den Direktor, bestehend aus 7 bis 8 Zimmern und Neben- räumen,

. Dienstwohnung für den Schuldiener, 3 Zimmer, Küche und Keller, . Turnhalle: 22 m lang und 11 m breit im Lichten mit Lehrerzimmer und Geräthe- raum.

Das aus 11 Blatt Zeichnungen bestehende Spezialprojekt wurde unterm 3. Mai 1889 dem Provinzial-Schulkollegium überreicht und von diesem unterm 24. Juli 1889 mit den in der Revisions- und Superrevisionsinstanz dazu gemachten unerheblichen Bemerkungen zurückgegeben, indem dasselbe gleichzeitig auf den Antrag des Herrn Oberbürgermeisters vom 19. Juli 1889 den Beginn der umfangreichen Erdarbeiten genehmigte und die baldige Einreichung des speziellen Kostenanschlages verlangte.

Der Verding der Erdarbeiten, der Ziegelsteine und der Maurerarbeiten für die Futtermauern und das Abortsgebäude wurde nun sofort öffentlich ausgeschrieben, so dass Ende September mit den Erdarbeiten und Ende Oktober 1889 mit den Maurerarbeiten der über 7 m hohen Futtermauer längs des südlichen Abhanges des Baugrundstücks begonnen werden konnte. Mit weiteren Bauarbeiten konnte noch nicht begonnen werden, weil die

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