Aufsatz 
Die Verwendung der Heimatkunde im Geschichtsunterricht / von Friedrich Schmidt
Entstehung
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VII

g. Phyſili.

Für vorgerücktere Schüler iſt ein phyſikaliſch⸗chemiſcher Arbeits Kurſus eingerichtet, für den wöchentlich etwa 1 ½ Stunden vorgeſehen ſind. Da unter den Beteiligten vorzugsweiſe auch ſolche ſich befinden die dem Gegenſtand ſpäter in einer oder der anderen Weiſe näher zu treten gedenken, ſo wird auch gerade hierauf Rückſicht genommen, ſo daß dieſe Ubungen ſich ein doppeltes Ziel ſetzen:

1 richtiges Sehen, ſcharfes Beobachten, ſelbſtändiges Denken und Handeln im allgemeinen zu

fördern, ſowie Gelegenheit zur Aneignung einer gewiſſen handlichen Fertigkeit überhaupt zu geben;

2. alles dies auch in Bezug auf den behandelten Stoff im beſondern auszubilden, die Fach

kenntniſſe zu befeſtigen, zu vertiefen und innerhalb angemeſſener Grenzen zu erweitern und ſo dem künftigen Fachmanne jetzt ſchon eine den verſchiedenen in Betracht kommenden Seiten entſprechende Grundlage zu ſchaffen, auf der er bei ſeiner ſpäteren Bethätigung auf dieſem Gebiete leicht und mit Erfolg weiterbauen kann.

Zur Erreichung dieſes doppelten Zweckes erſtrecken ſich die Übungen in erſter Linie auf Herrichtung, Zuſammenſtellung und Handhabung aller zu den Schulverſuchen dienenden Apparate, ſowie auch auf Anfertigung von ſolchen. Soweit thunlich führen die Schüler auch Experimente vor der Klaſſe aus. Außerdem liegt im Rahmen dieſer Übungsſtunde die Betrachtung ſolcher Fragen, die mit dem Schul⸗ penſum zuſammenhängen, jedoch im Unterricht weder eine eingehendere theoretiſche Erörterung noch experimentelle Behandlung erfahren können. Fragen dieſer Art, welche für den oben angegebenen Zweck ſehr geeignet erſcheinen, ſich dabei aber an das im Unterricht Behandelnde eng anſchließen, bieten ſich in reichlicher Zahl. Die bis jetzt gemachten Erfahrungen können nur als gute bezeichnet werden.