Lesebuch I. Theil. Eine Anzahl schöner Gedichte wurde auswendig gelernt. Kleine Sprechübungen. Ta. Lectüre und Erklärung ausgewählter Stücke von Macauley, Hume, W. Scott, Bulwer etc. aus Lüdecking's Lesebuch— dann Shakes- peare's Caesar und ein Theil von Hamlet. Alle 14 Tage ein Exercitium. Sprechübungen und Re- production des Gelesenen. Gedichte. Ebenau. eligion.(2 St. wöchentl.) a. Protestanten: Glaubens- und Sittenlehre nach Beck, Thl. II. §. 50— 109. Ausserdem Repetition der wichtigsten Theile der alt- und neutestamentlichen Bibelkunde, sowie der alten und mittleren Kirchengeschichte. Kreps. b. Katholiken. Im Sommer: Die Sacramen- tenlehre. Im Winter: Wiederholung der wichtig- sten Gegenstände der Glaubenslehre und Kirchen- geschichte. Hilpisch. Geschichte.(3 St. wöchentl.)
Ia. Neuere Geschichte von der französischen Re- volution bis 1815, sodann brandenburgisch-preus- sische Geschichte, beides nach Pütz. Repetition der alten, mittleren und neueren Geschichte.
Ib. Mittelalterliche Geschichte seit dem Inter- regnum, sowie neuere Geschichte in ausführlicher Darstellung bis zum Ausbruch der französischen Revolution nach Pütz Grundriss. Schmidt.
Mathematik.(5 St. wöchentl.)
Ta. Im Sommer: Differentialrechnung und einige Anwendungen derselben aus der Analysis und der analytischen Geometrie. Im Winter: Herleitung und Einübung der wichtigsten Integralformeln und Anwendung derselben zur Lösung von Aufgaben aus der Geometrie und Mechanik.— Repetition aller früher durchgenommenen Capitel der Mathe- matik und Uebung in der Lösung einschlagender Aufgaben.
Ib. Im Sommer: Theorie der Determinanten, Coordinatengeometrie, Kegelschnitte. 5 St.
Unverzagt.
Im Winter: Beendigung der Lehre von den Kegelschnitten. 3 St. Unverzagt.
Theorie der Gleichungen. 2 St.
Candidat A. Schmidt. Darstellende Geometrie.(2 St. wöchentl.)
La u. b. Die Projection der Durchdringung krum-
mer Flächen, Construction der Schatten. Unverzagt.
R
S
36
Mineralogie.(2 St. wöchentl.)
Ib. Die Oxyde, die Silicate und die Metallsalze.
Ta. Im Sommer: Die Metalloide, Metalle und deren Schwefel- und Arsenverbindungen. Im Win- ter: Gesteinslehre, Bestimmung von Mineralien und Gesteinen. Henrich.
Physik.(2 St. wöchentl.)
Ib. Die Lehre vom Licht mit Einschluss der Beugung, Interferenz, doppelten Brechung und Polarisation.
Ia. Die Lehre von der Wärme.
(2 St. wöchentl.)
Ib. Die Pendelbewegung; die Bewegungshin- dernisse; die mechanische Arbeit der Kräfte; die Trägheitsmomente; die Nutzeffectsberechnungen der mechanischen Potenzen, und aus der Maschinen- lehre das Wichtigste über die Zwischenmaschinen.
Greiss.
Mechanik.
Ta. Hydrostatik, Hydrodynamik, Aërostatik und Aérodynamik. Greiss.
Chemie.(3 St. wöchentl.)
Ib. Theoretischer Theil. 1 St. obligat. Fortsetzung der anorganischen Chemie. Prak- tischer Theil. 2 St. obligat.(2 St. facultativ combinirt mit Ta). Analyse einfacher Substanzen, löslicher sowohl als unlöslicher auf trockenem und nassem Wege.
Ia. Theoretischer Theil. 1 St. obligat. Fortsetzung und Vollendung der anorganischen Chemie, Repetition der organischen Chemie. Prak- tischer Theil. 2 St. obligat.(2 St. facultat. combinirt mit I b). Analyse einfacher Substanzen, löslicher sowohl als unlöslicher auf trockenem und nassem Wege. Die weiter vorangeschrittenen Schü- ler analysirten alle Arten zusammengesetzter Kör- per und machten leichtere quantitative Analysen (schwefelsaures Natron, phosphorsaures Natron, schwefelsaures Kupferoxyd, weinsaures Natron- kali etc.) Henrich.
Zeichnen.(3 St. wöchentl.) Facultativ. Laviren geometrischer Körper und einzelner Maschinen- theile. Landschaften und Köpfe in Blei, Sepia oder mit der Feder ausgeführt. Situationszeich- nen und Laviren nach Gypsmodellen.
A. de Laspée.
Gesang.(1 St. wöchentl.) Chorgesang. Schmitt.


