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70° erkennen und zeigen zugleich, daſs der Widerstand von da an anscheinend sehr langsam mit der Temperatur wächst. Dagegen führt uns die Kolonne unter x und der Streckenzug I das schon bei 44° beginnende und von 50° an sehr beschleunigte Wachstum des Diaphragmen- widerstandes vor Augen. Nun ist zwar die Thonzelle in den beiden Versuchsreihen) und S) über das Zinksulfat- und Schwefelsäureelement(Seite 21, 23, 26, 27) nur an der äulseren Ober- fläche von stets gesättigter Kupfersulfatlösung umgeben; indessen mufs sich doch der Einfluſs der letzteren, wenn auch in geringerem Grade wie bei den beiden letzten Versuchsreihen über den Diaphragmemwiderstand, geltend machen.
Die an jenen Ketten beobachtete erhebliche Verlangsamung der Abnahme des Widerstandes von 30 und 40°an, die Umkehr der Widerstandsabnahme in die entgegengesetzte Veränderung (Seite 23, 26) ist daher, auſser in den dort schon festgestellten Einflüssen, mit bedingt durch die rasche Zunahme des Thonzellenwiderstandes von 44°an, und in den höheren Temperaturen, von circa 70°an, wenn auch in viel geringerem Grade, durch das langsame Anwachsen des Wider- standes der gesättigten Kupfersulfatlösung.
Um den Einfluls der Thonzelle quantitativ zu bestimmen, muſs ihr Widerstand für den. Fall ermittelt werden, daſs sie zwei verschiedene Elektrolyte trennt. Hierzu ist die vorliegende Versuchsanordnung natürlich nicht geeignet. Indessen kann hier ohne Schwierigkeit auf die Methode Branlys(Seite 16) zurückgegangen werden. Die Anordnung und der Gang eines Versuches würden dann die folgenden sein.
Die beiden Flüssigkeiten seien zunächst zwei verschiedene Metallsalzlösungen. In dem Hohlraume der Zelle befinden sich zwei mit ihr konzentrische, verschieden weite Metalleylinder aus dem Materiale des Basisradikals; umschlossen wird die Zelle von zwei ebensolchén Cylindern aus dem Metalle des zweiten Salzes. Thonzelle, Cylinder und die peiden Salzlösungen werden von einem Becher aus Glas oder besser aus Porzellan aufgenommen, welcher, wie in Fig. 1 in einem Heizgefäſse steht, das alle Teile auf die gewünschte gemeinsame Temperatur bringt.
Hierauf wird der Widerstand der Flüssigkeitsschicht zwischen den beiden inneren Metall- cylindern nach einer der üblichen Methoden— am besten mittelst des Weber'schen Dynamo- meters— unter Anwendung von Wechselströmen(Seite 15) ermittelt und dann der Widerstand der Schicht zwischen einem inneren Cylinder— am bpequemsten dem weiteren— und der Thon- zelle, sowie der Widerstand der Schicht zwischen einem äufseren Metallcylinder— am besten dem engeren— und dem Diaphragma nach Formel(11) Seite 40 berechnet. Endlich wird der Widerstand der Schichten und der Thonzelle zwischen den letzt erwähnten Metallcylindern experimentell bestimmt. Die Differenz des zuletzt gefundenen Gesamtwiderstandes und der Summe der beiden berechneten Widerstände ist der Widerstand der Thonzelle.
Sind beide Flüssigkeiten Säuren, so sind die beiden Metallcylinderpaare aus platiniertem Platin zu wählen und die Widerstandsbestimmungen unter Anwendung von Wechselströmen mit Webers Dynamometer auszuführen. Alles andere bleibt wie vorhin.
Versuche dieser Art, die für verdünnte Schwefelsäure und Salpetersäurehydrat zwischen 0 und 100° anzustellen wären, würden mit ihren Ergebnissen jedenfalls dazu beitragen, das Ver- halten des Bunsen'schen Elementes innerhalb jenes Temperaturintervalles aufzuklären.


