Aufsatz 
Über den Einfluss der Temperatur auf die galvanischen Elemente / von August Schmidt
Entstehung
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36 zwischen den drei Versuchsgruppen, der unsrigen, der von Preece und der Meyers hinsicht- lich der Lage des Minimums finden in der Verschiedenheit der zur Anwendung kommenden Elektrolyte eine genügende Erklärung. Während aber unsere Versuchsreihe ein Maximum der EKü bei 71° aufweist, das allerdings bei der Erneuerung der Zn SO.-Lösung verschwindet, findet Preece ein solches Maximum nicht.

Über die Widerstandsänderungen der Kette mit der Temperatur habe ich, aulser den Experimenten von Preece, keine Untersuchungen gefunden. Mit seinen Ergebnissen stimmen die vorliegenden qualitativ gut überein, lassen aber in quantitativer Hinsicht jene Anderungen etwas gröſser erscheinen.

B. Die Kette[Zn Hg, H S0¼, Cu S0, Cul Cu S04 konzentriert bei allen Temperaturen, H SOà fünfprozentig(spez. Gew.= 1,035 bei 17,5⁰). Diaphragma: Thonzelle.

1. Die EK des Elementes zeigt zwischen 0O und 25°ein Minimum, wächst rasch bis 36

und langsam bis 75⁰, von wo an eine wesentliche Veränderung derselben nicht mehr stattfindet.

Der mittlere Temperaturkoeffizient zwischen 36 und 71° beträgt 0,0012 te

2. Der Widerstand sinkt innerhalb des Temperaturintervalles 9 75° von 0,41 auf 0,26 Ohm, also auf circa des Anfangswertes und schwankt dann unerheblich.

3. Die Stromstärke steigt innerhalb derselben Temperaturdifferenz von 2,58 auf 4,41 Am, also auf circa% des Anfangswertes und schwankt dann unerheblich.

4. Die Erneuerung der Flüssigkeiten nach jedem Versuche bewirkt eine grölsere Regel- mälſsigkeit und eine Erweiterung der Grenze für die Veränderungen des Widerstandes und der Stromstärke. Der erstere sinkt innerhalb des gesamten Temperaturintervalles 5 91°ohne Unterbrechung von 0,381 auf 0,126 Ohm, d. h. auf ein Drittel des Anfangswertes, die letztere steigt in demselben Intervalle von 2,71 auf 8,22 Am, d. h. auf das dreifache des Anfangswertes.

Dagegen bringt die Art, in welcher die Erneuerung geschah, erhebliche Fehlerquellen für die EK mit sich.

Das für die EK gefundene Resultat stimmt mit den Ergebnissen der Versuche Lindigs, Bleckrodes, Vollers und Meyers für Temperaturen von 25°an aufwärts qualitativ überein und erweitert diese Ergebnisse insofern, als es auch das Wachstum der EK in den Temperaturen über 40 konstatiert. Dagegen unterscheidet es sich von den Resultaten jener Forscher durch das Minimum zwischen 0O und 25 In umgekehrter Beziehung steht es zu den Ergebnissen Crovas.

Für die beobachteten Veränderungen der Stromstärke und des Widerstandes mit der Temperatur fand ich keine Untersuchungen zur Vergleichung vor.

C. Die Kette[Zn Hg, H. S0¼, NHO, CI spez. Gewicht Temperatur NHOH 1,41 14⁰ H S0 fünfprozentig. Diaphragma: Thonzelle.

1. Die EK des Bunsen'schen Elementes wächst in dem Temperaturintervalle 0 700

ohne Unterbrechung und nimmt dann wieder ab. Der mittlere Temperaturkoeffizient der Zu-