Aufsatz 
Über den Einfluss der Temperatur auf die galvanischen Elemente / von August Schmidt
Entstehung
Einzelbild herunterladen

31

Element[2Zn Hg, H. S04 Cu SO Cul. Während im ersten Falle bei der Erneuerung der peiden Flüssigkeiten die vorher einigermafsen regelmäſsigen Veränderungen des Widerstandes und der Stromstärke mit der Temperatur ganz regellos werden, findet im zweiten Falle das umgekehrte statt. Hier ist folgendes zu erwägen. Bei der ersten Versuchsreihe) sind beide Flüssigkeiten Salz- lösungen, bei der zweiten ist nur die eine eine Salzlösung, die andere H SO. Die Ausscheidung der festen Salze findet daher im ersten Falle von der inneren und äufseren Zellenoberfläche aus nach den benachbarten Kapillarräumen hin statt, im zweiten Falle nur von der äufseren aus. Dabei wird die Wiederauflösung der festen Salze im zweiten Falle von der dazu noch leicht eindringenden Schwefelsäure viel rascher bewerkstelligt, als von den beiden Salzlösungen im ersten Versuche). Während daher bei der Versuchsreihe) über das Zinksulfatelement im Vergleich zur Versuchsreihe) über dasselbe Element ganz neue, den Pinfluls der Temperatur auf den inneren Widerstand hemmende Faktoren auftreten, ist dies bei der entsprechenden Ver- suchsreihe über die Schwefelsäurekette nur in viel beschränkterem Umfange der Fall.

e) Die Kette[Zn Hg, H. SO., NHO, CI.

Die Zinkelektrode war ein 4 mm dicker, wohlamalgamierter Hohlcylinder, dessen äulserer Durchmesser 9'cm und dessen Höhe 17,8 cm betrug. Die Kohle hatte die Form eines recht- eckigen Parallelepipedons, drei zusammenstoſsende Kanten desselben waren 4,8, 2,3 und 21 cm lang; sie stand in chemisch reiner NHOa, deren spez. Gewicht= 1,41 bei 17,5° C. war und welche von der fünfprozentigen H SO, in der das Zink stand, durch eine 20 cm hohe und 6.8 cm weite Thonzelle getrennt war. Sämtliche Elektromotoren wurden von einem 19,4 cm hohen und 10,3 cm weiten Glasgefälse aufgenommen.

«*) Erste Versuchsreihe. Beide Flüssigkeiten blieben während des ganzen Versuches un- erneuert, die Resultate waren:

Temperatur V NHOo HL SO04 3 Mittel 2 0⁰ 1 W 8 W 8 E

vor nach vor nach 1 1

dem Versuche

1 ſ + 0,5 500 327 15 0,4 230 43 30"

V

0 1 0 1 0,227 7,478 0,067 25,31 1,696 2 5 5 7 4,75 51 11 15 23 55 30 0,222 ,653 0,062 27,4 1,6 9 13,5 14 17 18 15,3 52 17 15 24 15 0,214 V 7961 0,054 31,52 1,702 23,5 24,5 26,5 27 25,4 53 15 45 24 17 30 0.208 8,248 0,048 35,75 1,716 38,5 39 40,5 41 39,7 53 36 24 51 0,207 8,350 0,047 36,81 1,732 52 53 55,5 56 54,1 53 49 30 25 1 30 0,207 8,419 0,047 37,13 1,745 63 65 69 70 V 66,7 54 0 45 25 6 0,206 V 8,477 V 0.046 V 38 1,748

Die Experimente von 70°an wurden nicht mehr in Rechnung gezogen, da von da an die Stromstärke während der einzelnen Versuche erheblich schwankte. Als schliefslich das Element aus dem Wasserbade, in welchem es erhitzt worden war, genommen wurde, war das Glas gesprungen. Jene Stromschwankungen rührten also von dem durch den Sprung eindringenden Wasser her.

·*