Gleichung darstellen liess: p= a+m(te—t), woraus der Temperaturkoeffizient m od. A5 sich ohne weiteres ergab. So fand er für
12 bei Cu Cu S0 0.000754; 2 Zn 80, 0,000760; Cu S0. Zn S0, 0,00004; Cu 2n 0,00000027. Daraus erhielter für den Temperaturkoefficienten des Daniell'schen Elementes[Zn. Zu S0,„ Cu S0¼ Cu]
17= 0.000754 † 0,00004- 0.000760+ 0,00000027)=—+ 0,000034, und auf dem gleichen
Wege für das Element[Zn, Zn Ac, Cu Ac, Cu]. i== 0,000025.
Dass diese durch Addition der Einzelkoeffizienten erhaltenen Resultate nicht auch durch das Experiment mit den Elementen selbst geprüft wurden, erscheint als eine wesentliche Lücke der Untersuchung.
Jahn ¹) benutzte bei seiner quantitativen Prüfung der Helmholtz'schen Theorie teils die von Gockel ermittelten Koeffizienten, teils suchte er selbst neue auf- Dabei schaltete er zwei Ketten derselben Art, die bei gleicher Temperatur dieselbe EK zeigten. gegen einander, hielt die eine auf einer bestimmten Temperatur, z. B. 0°, erwärmte die andere in einem Luft- bade und bestimmte die EK dieser Verbindung(diese Versuchsanordnung ist auch schon von Poggendorff und Crova benutzt worden), die Division der E K durch die Temperaturdifferen⸗z ergab den Koeffizienten. Seine Versuche erstreckten sich auf Temperaturen zwischen 0 und 340.
Die Lücke, welche Gockel bei der Bestimmung des Temperaturkoeffizienten für das Element [2u Hg, Zn SO., Cu SO Cu] offengelassen, suchte G. Meyer ²) auszufüllen. Auch zog er die Konzentration der angewandten Plüssigkeiten in Betracht und dehnte seine Untersuchungen auf das Daniell'sche H. SO.-Element und den Planté schen Akkumulator aus. Bei der Prüfung des Daniell'schen Elementes[2Zn Hg, H. SOX, Cu SO., Cu] wurde auf die chemische Reinheit aller zur Verwendung kommenden Substanzen die grösste Sorgfalt verwandt. Die Flüssigkeiten be- fanden sich in zwei verschiedenen Röhren, deren eine durch Pergamentpapier abgeschlossen und mit der anderen durch einen Gummischlauch verbunden war. Jede der beiden während des Versuches horizontal liegenden Röhren besafs zwei vertikale offene Schenkel. Mittelst des einen wurde die Füllang besorgt, in den anderen die Elektrode gesenkt. Die letztere stand vor dem Experimente in einem in den zweiten Schenkel eingeschmolzenen, von der Flüssigkeit umspülten Glasröhrchen. Hierdurch war es möglich, ihr vor dem Versuche die Temperatur der Flüssigkeit zu geben. Bei dem Fintauchen verschieden warmer Stücke desselben Metalls in eine Flüssig- keit entstehen nämlich elektrische Differenzen, die hier vermieden werden mussten, da unmittel- bar nach dem Eintauchen gemessen wurde.
Die Normalkette war ein Beetz'sches Gipselement. In den einen Schenkel eines U-Rohrs wird Gipsbrei, der mit Cu SO.-Lösung angerührt ist, in den andern Gipsbrei, der mit Zn S04- Lösung angerührt ist, gefüllt. Vor dem Erstarren der Masse wird in den ersten Schenkel ein Cu-Draht, in den andren ein Zn-Draht gesteckt; schliesslich wird die Masse in beiden Schenkeln mit Paraffin übergossen. Die EK dieser Kette bestimmte Meyer durch Vergleichung mit einem Normal-Weber zu 1,088 Volt.
¹) Jahn, Wiedem. Ann. XXVIII, S. 21, 491, 1886.
2) Meyer, Wiedem. Ann. XXXIII, S. 265, 1888.


