Aufsatz 
Über den Einfluss der Temperatur auf die galvanischen Elemente / von August Schmidt
Entstehung
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d8 d 8 2 4 (6) d¹s e di ei de, so hat man aus(5) und(6) dS dU 1 ds 1 u 6) As eds s al ie) e I.(ae ie) Die Entwickelung von. aus(7) und(8) und die Vergleichung der Resultate liefert: (9) an b 915 woraus nach(3) endlich folgt: dU dp (10) d 0=- do9+ 0 15 de. Aus dieser letzten Gleichung konnte v. Helmholtz nun den Schluss ziehen: 9 3 de ist

das Wärmequantum, welches die bei dem Durchgange von de durch die Kette eintretende Wärmeveränderung derselben kompensiert, d. h. das Wärmequantum, welches der Kette bei dem Durchgange von de zugeführt oder entzogen werden mufs, damit ihre Temperatur sich nicht ändert.

Czapski ¹) erweiterte diesen Schluls. Die Stromarbeit pde nimmt einen Teil des im Elemente vorhandenen Kraftvorrats in Anspruch. Reicht der aus der Veränderung der chemischen Spannkräfte entspringende Kraftvorrat die chemische Wärme für diese Leistung nicht aus, so arbeitet es auf Kosten seines unabhängig von den chemischen Spannkräften bestehenden Wärmevorrats, es kühlt sich ab; es muſs ihm also Wärme zugeführt werden, wenn seine Tem- peratur konstant bleiben soll. Das umgekehrte findet statt, wenn die chemische Wärme grölser als die Stromarbeit ist. Jene Wärme, welche der Kette beziehungsweise zugeführt oder ent-

. d zogen werden muls behufs der Erhaltung seiner Temperatur, ist aber= 9 42.de. Diese Grölse 1

erscheint hiernach als die Differenz der Stromarbeit und der chemischen Wärme. Für ein

Element, bei welchem erstere grölser als letztere ist, ist 17 positiv, d. h. Elemente, welche

während der Stromarbeit sich abkühlen, haben eine mit wachsender Temperatur zunehmende elektromotorische Kraft. Umgekehrt: Elemente, welche während der Stromarbeit sich erwärmen, bei welchen also nicht alle chemische Wärme in Stromarbeit verwandelt wird, haben eine mit wachsender Temperatur abnehmende elektromotorische Kraft.

Man sieht, die Bestimmung der Gröſse 45 des sogenanntenTemperaturkoeffizienten eines galvanischen Elementes, d. h. der Veränderung seiner elektromotorischen Kraft für einen Grad absolute Temperatur, giebt ein Mittel an die Hand, die dargelegte Theorie des Herrn v. Helm- holtz experimentell zu prüfen. Uns interessiert hier nur jener Koeffizient und seine Ermitte- lung. Doch sei erwähnt, daſs diese Theorie zunächst qualitativ von Czapski¹) und Gockel) und schliefslich auch quantitativ von Jahn) mit der Annäherung bestätigt worden ist, welche die bis jetzt erreichte Sicherheit der thermochemischen Daten zuläſst.

¹) Czapski, Wiedem. Ann. XXI, S. 209, 1884.

2) Gockel, Wiedem. Ann. XXIV, S. 618, 1885.

³) Jahn, Wiedem. Ann. XXVIII, S. 21 und 491, 1886.