Aufsatz 
Über den Einfluss der Temperatur auf die galvanischen Elemente / von August Schmidt
Entstehung
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Crova Vorsichtsmafsregeln, welche, ist in dem Aufsatze nicht gesagt um die Stôrungen zu vermeiden, die aus der Mischung der Flüssigkeiten oder ihrer Reduktion durch die Metalle entstehen können. Das Versuchselement verglich er mit dem Normalelement nach der Poggen- dorf'schen Kompensationsmethode. Er fand:

Die EK der Elemente vom Typus Daniell nimmt ab, wenn die Temperatur wächst.

Die EK der Ketten vom Typus Grove wächst mit der Temperatur.

Die EK der Ketten vom Typus Smée ist von Temperaturschwankungen unabhängig.

Während also Lindig fand, daſs die EK des Elementes[2n, H. SO., Cu SO0 Cu] mit der Temperatur zunimmt, kommt Crova zu dem entgegengesetzten Resultate.

Nach der Methode, welche die drei vorgenannten Forscher anwandten, untersuchte auch Voller ¹) den Zusammenhang zwischen der EK der Elektromotorenpaare und ihrer Temperatur. Bezüglich der elektrischen Differenzen Cu S80Zn 2n S0, stimmen seine Resultate qualitativ mit denen Lindigs überein, während er in quantitativer Hinsicht die Verminderung von In Zn S0, bei wachsender Temperatur in Ubereinstimmung mit Bleckrode bedeutend geringer ſindet als Lindig. 7n H, SO., für welche letzterer eine Veränderung mit der Temperatur nicht nachweisen konnte, nimmt nach Voller mit wachsender Temperatur zu: In dem Gegen- satze zZwischen Lindig und CGrova spricht dieses Resultat für den ersteren, wie ein Blick auf die Gleichung

E= Zn Cu+ Zn H. 80, Cu(Cu 80, lehrt.

Die Untersuchung von C IHIN O. ergab eine geringe, die von Pt NHO eine stärkere, dem Wachstum von Zn H. SO, mindestens gleiche Zunahme mit wachsender Temperatur. Da für die Kette Grove E= Zn Pt+ 2 H. S0. Pt NIH O., so spricht dieses letzte Resultat nicht für das von Crova gefundene.

Die Arbeiten Boutys²), der sich mit derselben Frage beschäftigte, waren mir leider nicht zugänglich.

Die Verschiedenheit der Normalelemente, welche die Physiker ihren Beobachtungen zu Grunde legen, veranlalste Kittler²) zu einer eingehenden Untersuchung über die Abhängigkeit der MK dieser Plemente von dem Konzentrationsgrade der benutzten Flüssigkeiten, im Laufe welcher er auch den Einfluſs der Temperatur auf sein Normalelement prüfte. Dasselbe bestand aus amalgamiertem, chemisch reinem Zink, das in verdünnte H SO, vom spez. Gew. 1,075 für 18⁰° GC. tauchte, ferner aus chemisch reinem Kupfer in konzentrierter Cu SO-Lösung von dem spez. Gew. 1,190 1,200. Die Flüssigkeiten der in getrennten Bechergläsern befindlichen Elektromotorenpaare waren durch ein rechtwinkelig umgebogenes Heberrohr mit sehr engen Mündungen verbunden. Als er diese Kette[2u Hg,. H. S0 Cu SO Cu] Temperaturschwankungen von 17,5 23,5°unterwarf, fand er keine Veränderung ihrer EK, ein Resultat, das bei den geringen Temperaturunterschieden nicht weiter überraschen kann.

Gröfsere Temperaturunterschiede prachte fast gleichzeitig Preece¹) zur Anwendung. Er bediente sich der Methode von R. Kempe(Handbook of Testing, pag. 195) mit einer von Munroo angegebenen Modifikation. Diese Methode gestattet sowohl die Bestimmung der EK

1) Voller, Pogg. Ann. 149, S§. 394, 1873.

²) Bouty, Journ. de Pphys. 9, pag. 229, 1880.

³) Kittler, Wiedemanns Ann. XVII, S. 865, 1882.

4) Preece. P'roceedings of the Royal Society Vol. XXXV, pag. 48, 1883.