2 Werte, welche zwischen dem Werte 100 bei 8,5 ⁰% und dem Werte 104 bei 36,5° schwankten. Eine Umrechnung dieser Resultate in Volt ist nicht möglich, da Lindig keine Angaben über das spez. Gewicht der verwendeten CuSOr und H SO.-Lösungen macht.
Seine Schluſsfolgerungen zur Ermittelung der Ursachen der beobachteten Erscheinungen sind diese: Es ist E= Zn] Cu+ 2) S0. H— Cu Cu S0..
Demgemäls kann die beobachtete Vermehrung der EK mit wachsender Temperatur ent- weder durch die Zunahme von Zn H, SO„, oder durch die Abnahme von Cu Cu 804oder durch beide zugleich verursacht sein.(Die Veränderung von Zn] Cu ist hierin vernachlässigt; that- sächlich ist sie im Vergleiche zu den Veränderungen der beiden anderen Gröfsen nach Gockel und Bequerel sehr klein.) Zur Entscheidung dieser Frage verband Lindig zwei mit derselben Cu S04-Lösung gefüllte Bechergläser durch ein zweischenkeliges Heberrohr, tauchte in dieselben zwei Kupferdrähte von möglichst identischer Beschaffenheit und verband ihre Enden mit einem Galvanometer. Beim Schlulfs dieser Kupfer-Kupferkette zeigte das Galvanometer einen schwachen Strom an, da die ganz gleiche Beschaffenheit der eingetauchten Drähte nicht zu erreichen war. Er wartete bis dieser schwache Strom konstant geworden war und erwärmte dann das eine Becherglas in einem Luftbade, während das andere auf konstanter Temperatur gehalten wurde. Nummehr zeigte das Galvanometer einen mit der Temperatur wachsenden Strom an. Die Kom- bination Cu, CuSO, von konstanter Temperatur mit Cu, CuSOx von veränderlicher Temperatur, die wir in Zukunft kurz mit[Cu, Cu SO., Cu] bezeichnen wollen, stellte also ein galvan. Element mit zwei Elektromotoren erster Ordnung von chemisch gleicher Art dar. Aus der Thatsache, dals der Strom von dem Kupfer des kälteren Gefäſses durch das Heberrohr zu dem Kupfer des wärmeren ging, schloſfs Lindig: die ED Cu GuSsO, nimmt mit wachsender Temperatur ab. Zum Behufe der quantitativen Prüfung dieser Veränderung schaltete er in den Stromkreis einen so grolsen Widerstand ein, daſs ihm gegenüber die Widerstandsänderungen in der Zelle ver- schwindend klein waren. Die ED war dann bei fkleinen Ausschlagswinkeln diesen Winkeln selbst, bei grölseren ihren Tangenten proportional. Er fand, daſs die Anderungen der ED den zugehörigen Temperaturdifferenzen nicht genau proportional waren, sondern etwas rascher er- folgten. Unter Anwendung derselben Methode fand er Zn H SOà fast ganz unabhängig von der Temperatur, Zn Zn SO, dagegen nahm mit wachsender Temperatur ab.
Das Hauptresultat dieser Untersuchungen war also: die Zunahme der EK des Elementes [2n, H SO Cu SO, Cu] bei wachsender Temperatur rührt von der Abnahme von Cu CuSO bei gleichzeitiger Unveränderlichkeit von Zn H S0, her.—
Auf gleichem Wege ergab sich, daſs die ED amalgamierten Zinks in einer konzentrierten 2n SO4-Lösung— Zn Hg Zn SO.— sich vermindert, wenn die Temperatur wächst.
Eine Bestätigung für diese Resultate fand Lindig auf einem zweiten Wege. Zwei recht- winkelig umgebogene Glasröhren wurden durch einen Schlauch verbunden, nachdem das eine der sich berührenden Enden mit tierischer Blase abgeschlossen war. Die beiden freien Schenkel der Röhren wurden durch Korke wasserdicht in zwei unten und oben offene, weite, glockenförmige Glasgefälse geführt, welche, mit Wasser gefüllt, die freien Schenkel als Wasserbäder umgaben. In die eine der Röhren wurde CuSO.-Lösung, in die andere bald H SO-, bald Zn S04 oder
Na Cl-Lösung gebracht. Ein Cu-Streifen in CuSO, und ein amalgamiertes— oder bei Anwendung von Na Cl nicht amalgamiertes— Zinkstück in den anderen Lösungen waren die
Elektromotoren erster Ordnung. Thermometer, deren Kugeln möglichst dicht an die Cu- und


