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zählte die Anſtalt 248 Schüler, welche von 17 Lehrern unterrichtet wurden. Das nicht mehr ausreichende Schulgebäude wurde durch den Centralſtudienfond vouu Domänenfiscus ange⸗ kauft, zweckmäßig eingerichtet und beſonders mit einer ſchönen Aula verſehen. Auch wurde der Turnplatz angelegt, welcher unter gegenwärtiger Direction mit prächtigen Lindenbäumen, bepflanzt wurde. Durch eine in Wiesbaden tagende Commiſſion von Fachmännern ward der Lehrplan von 1817 revidirt und der revidirte für die drei Gymnaſien obligatoriſch, jedoch 1855 abermals modificirt. Im Jahr 1852 trat die neue Inſtruetion für die Einrich⸗ tung der„Maturitätsprüfung ins Leben, zu der 1861 eine Reviſion erfolgte. Das biſchöfliche Convict für angehende katholiſche Theologen, welche den Unterricht im Gym⸗ naſium beſuchen, wurde 1852 ²³) durch den Hochw. H. Biſchof von Limburg ſelbſt feierlich eröffnet.
Zwar ſank die Zahl der Schüler in Folge der ungünſtigen Zeitverhältniſſe, durch die ſtrengeren Examina und die geringeren Ausſichten im Staatsdienſt innerhalb zehn Jahren auf die Hälfte der früheren Frequenz herab; aber ſchon unter dem nachfolgenden, 1858 vom Gymnaſium zu Fulda berufenen Director, Oberſchulrath Dr. Schwarz, durch deſſen eifrige Vemühung noch der nördliche Flügel des Schloſſes von dem Domänenfiscus als Eigenthum des Centralſtudienfonds angekauft und zu Schulzwecken eingerichtet wurde, begann die Schüler⸗ zahl wieder zu ſteigen und verdlieb auch bis heute in gleicher, ja vermehrter Blüte, als der⸗ ſelbe 1862 bei ſeiner Berufung zum Director des Gelehrten-Gymnaſiums zu Wiesbaden durch den gegenwärtigen Director erſetzt worden war. Von ganz beſonderer Wichtigkeit war für die Lehrer der hieſigen Anſtalt das Jahr 1859 durch die geſetzliche Regelung reſp. den Zeitver⸗ hältniſſen entſprechende Erhöhung der Beſoldungen ſämmtlicher Naſſauiſchen Beamten, in Folge deren der Gehalt der Directoren auf 1600— 2400 fl., der Profeſſoren(Hadamar hajte etat⸗ mäßig vier) auf 1600— 2200 fl., der Conrectoren auf 1000— 1500 fl., der Collaboratoren und Hilfslehrer auf 500— 900 fl. erhöht wurde.
Nach der Einverleibung des Herzogthums Naſſau in den Preußiſchen Staat wurde das Gymnaſium als ein Königliches, und zwar im Allgemeinen, wie das zu Wiesbaden als ein ſimultanes und das zu Weilburg als ein evangeliſches, als ein katholiſches anerkannt ²¹). Ein beſonderer von dem Director für dasſelbe entworfener Lehrplan iſt in dem Programm v. J. 1869 abgedruckt.
23) Darnach iſt die Angabe in Wieſe, das höhere Schulweſen in Preußen. II. Berlin 1869, S. 476, zu ändern. 24) Vgl. Wieſe, a. a. O.


