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dass die freudige Feststimmung) einen edlen Ausdruck auch in dem Vorschlag fand, zum dauernden Gedächtnis des Tages für die Zwecke der Schule eine Stiftung zu be- gründen. Uber das Ergebnis der unter den früheren Schülern fortgesetzten und noch nicht abgeschlossenen Sammlung kann hier zwar noch nichts endgiltiges berichtet werden, doch wird dasselbe ohne Zweifel ein solches sein, dass dadurch einem oft empfundenen und in dieser Weise wohl nicht bei vielen höheren Schulen vorhandenen Mangel abgeholfen wird.
So endete denn auch dieser Teil des Festes in der befriedigendsten Weise— wann? das weiss der Berichterstatter freilich nicht mit der für den Geschichtschreiber wünschens- werten Genauigkeit zu melden. Und da der für den folgenden Tag ins Auge gefasste Ausflug auf den Meissner nicht zustande kam, weil einerseits das verschleierte Wetter keinen sonderlichen Genuss versprach, andrerseits grade die fremden Gäste vielfach es vor- zogen, noch einige Stunden in der alten Vaterstadt zu verbringen, so war damit zugleich das Ende des Festes überhaupt gegeben.
Mit der hôchsten Befriedigung darf die Friedrich-Wilhelms- Schule auf den Verlauf desselben zurückschauen, der Berichterstatter aber mit dem Ausdruck des Dankes an Alle, welche zu dem Gelingen in freundlicher Weise beigetragen haben, und mit dem Ausdruck der Hoffnung, dass auch aus diesem Feste neuer Segen erspriesse für die Anstalt und
damit für die Stadt und das Vaterland!
*) Zur Belebung derselben trug ein Festlied des Zeichenlehrers Herrn Chr. Troll nicht wenig bei, welches auch
an dieser Stelle seinen Plalz finden soll:
Brüder denkt der frohen Zeiten, Wo uns noch in früher Stund
'S Bimbelglöckchen rief zur Schule, Dass uns durch der Lehrer Mund t, Flöss der Weisheit süsser Quell, Und der Kopf uns werde hell, Weil's darin noch dunkel.:,:
Hurtig in die Hos' gekrochen! Schon drei Viertel! hohe Zeit!
An dem Kaffee kaum gerochen— Ach es war ein Herzeleid.
, Und nun gar— oschlechter Spass— Wenn das Frühstück man vergass, Einz'ger Trost im Leide!:,:
Kaum zur Andacht recht gekommen Ging's dann in die Klass' hinein, Ach, wie oft wars Herz beklommen Trat der Lehrer drauf herein,
,: Denn gewöhnlich kam man dran, Wenn man hatte nichts gethan, Sass dann in der Tinte!:,:
Aus der Schule strenger Zeit
Von Zensur und Sittenbüchern,
Na, das führte gar erst weit!
,: Wer denkt wohlmit Freud auch dran, Was der Herr Papa gethan,
Wenn der Sohn blieb sitzen——,
Noch gar viel liess sich berichten V
Und mit strengem Richterblicke Fühllos achtend nicht der Thrän' (Die man schnell herbeigestohlen, Dass man Nachsicht möcht erfleh'n), „ Trug ins Klassenbuch er ein: Faul— und trotzig obendrein
Und auch widerspenstig.Ä:,:
Schrieben wir Extemporale
Oder Exerzitium
Drehte vielen sich im Kopfe
Das bekannte Mühlrad um:
t,: Hoch preis' ich die Freundschaft hier: — Unterm Tisch— ein klein Papier Bracht' vom Freund oſt Rettung.:,
Was uns heute trefflich mundet, Bier und Wein— einst war's verwehrt, Heimlich drum in dustren Kneipen Bacchus ward von uns verehrt;
:, Lernten bei der Gläser Klang Den studentischen Comment,
Den die Schul nicht lehrte.:,:
Ward das Nest dann ausgehoben, Gabs Verhör, die kreuz und quer, Konferenz ward anberaumet;
O, es droht gewitterschwer.
Und mit stummer Reverenz Traten vor die Konferenz
Alle Missethäter.:,:
Und es spricht der Herr Direktor: „»A. am meisten ist graviert,
»Weil in wiederholten Fällen »Andere er hat verführt;
t,:»Darum das Kollegium
»Giebt ihm das Konsilium
(Andern zum Exempel)!;,:
B., zuvor noch nicht Bestraſter,
Ist der Karzer zuerkannt,
Weil er sonst auch nicht der Faulste Und die Wahrheit gleich gestand.
„: Und Arrest trifft C. und D., Die, verführt von A. und B., Mehr aus Dummheit fehlten.:;:
Als die Schule wir verlassen,
Stellte sich— o wunderbar—, Was an Freud— an Leid verlebt wir, Segenbringend sich uns dar.
t, Drum, Ihr Alten, seid bereit Und das volle Glas geweiht Schulverlebten Zeiten!:,:
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