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Unterricht. 3. Jahrgang; Mushacke, Schulkalender für 1873; Langbein, Pädagogiſches Archiv. XIV. Band; Fortſetzung und Schluß von Littré, Dictionnaire de la langue française. Auch die Schülerbibliothek iſt durch eine größere Zahl gediegener Werke vermehrt worden.
IV. Chronik der herzoglichen Realſchule.
Mit innigem Danke und mit aufrichtiger Freude blicken wir auf das verfloſſene Schuljahr zurück, ſind doch die am Schluſſe des vorigen Programms ausgeſprochenen Wünſche wegen Be⸗ ſchaffung geeigneter, den Anforderungen der Jetztzeit entſprechender Räume in erfreulichſter Weiſe der Erfüllung zugeführt worden.
Das herzogl. S. Staats⸗Miniſterium war ſeit Uebernahme des Direktorats durch den Berichterſtatter mit unermüdlichem Eifer beſtrebt, einen Platz zur Ausführung eines Neubaues ausfindig zu machen. Die fortgeſetzten Bemühungen brachten den Ankauf des von Wangen⸗ heim'ſchen Grundſtücks auf dem Glockenberg zu Oſtern vor. J. zum Abſchluß, und es bedurfte nur noch der Genehmigung des Landtages, um das für die Realſchule geeignete Terrain von Seiten des Staates zu erwerben und die Mittel zur Ausführung des Baues zur Verfügung zu ſtellen. In ſeiner Sitzung vom 7. Februar d. J. ertheilte der Landtag der vom herzogl. Staats⸗ Miniſterium darüber gemachten Vorlage mit Einmüthigkeit ſeine Zuſtimmung, und es ſteht dem Beginne des Baues nunmehr kein Hinderniß im Wege.
Zu derſelben Zeit, wo der Ankauf des erwähnten Grundſtückes abgeſchloſſen wurde, erfreute auch der Herr Finanzrath O. Hoffmann, welcher ſchon öfter unſerer Anſtalt durch freundliche Zuwendungen ſeine ſchätzenswerthe Theilnahme bewieſen hat, dieſelbe durch Ueberweiſung eines namhaften Geſchenkes im Betrage von 1000 Fl. ſ. W., welche bei der Einrichtung des Neubaues ihre Verwendung finden werden. Wir fühlen uns durch dieſen neuen Beweis fürſorgenden Wohlwollens dem geehrten Herrn Geſchenkgeber zu dem innigſten und aufrichtigſten Danke verpflichtet und unterlaſſen nicht, ihm denſelben auch an dieſer Stelle darzubringen. Möge Gott dieſen hochherzigen Förderer gemeinnütziger Unternehmungen noch lange unſerer Stadt und unſerm Lande erhalten!
In Folge der im vorigen Programme erwähnten Theilung der Sexta mußte, da das jetzige Schulgebäude keinen Raum zur Einrichtung eines Lehrzimmers bietet, ein Klaſſenzimmer im Gebäude der hieſigen Sonntagsſchule gemiethet werden. Wenn auch damit manche Unannehm⸗ lichkeiten für den Unterricht verbunden ſind, ſo ertragen wir dieſelben doch gern in der fröhlichen Zuverſicht, daß dieſelben nur von kurzer Dauer ſein werden.
Die durch die Theilung der Sexta nöthig gewordene Lehrſtelle iſt dem cand. phil. Herrn A. Motſchmann aus Niederfüllbach, der ſelbſt eine Zeit lang Schüler der Anſtalt war, durch Dekret des herzogl. Staats⸗Miniſteriums vom 6. März 1872 proviſoriſch übertragen worden. Derſelbe hat ſich der ihm gewordenen Aufgabe in anerkennenswerther Weiſe unterzogen,


