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bezeichnet werden können, und die auch ſpäterhin, beſonders ſeit⸗ dem die Landwirtſchaftslehre durch Liebig an Umfang und Vertiefung bedeutend zugenommen und Liebig die Verlegung des höheren landwirtſchaftlichen Unterrichts an die Univerſi⸗ täten gefordert hatte, faſt überall mit den Univerſitäten oder techniſchen Hochſchulen verbunden wurden.
Der Unterricht an dieſen Anſtalten war und iſt noch be⸗ ſtimmt für junge Männer gebildeter Stände, die eine höhere Schulbildung ſchon genoſſen haben, meiſt Söhne von Groß⸗ grundbeſitzern oder für ſolche, die mal ſpäter größere Guts⸗ betriebe leiten wollen und ſolche, die ſich dem landwirtſchaft⸗ lichen Lehrfach, ſei es an einer höheren oder niederen Schule, widmen wollen.
Marktplatz.
Neben dieſen höheren oder, beſſer geſagt, landwirtſchaft⸗ lichen Hochſchulen wurden ſpäter noch niedere landwirt⸗ ſchaftliche Lehranſtalten, ſogen. Ackerbauſchulen gegründet, die zum Teil ganz ſelbſtändig, zum Teil auch mit einer Akademie, wie z. B. in Hohenheim, organiſch verbunden waren. Sie verfolgten den Zweck, durch praktiſchen und theoretiſchen Unterricht Bauernſöhne zu befähigen, die künf⸗ tig ihnen zufallenden Wirtſchaften in rationeller Weiſe ein⸗ zurichten und zu führen. Daher hatte auch die Schule ihren Sitz ſtets auf einem Gut. Daß dieſe niederen Lehranſtalten zeitlich den höheren folgten, lag einmal daran, daß eine ſo große Idee wie die landwirtſchaftliche Volksbildung nur lang⸗ ſam das Volk ergreift und allmählich zu den tiefer ſtehenden


