Feſtſpruch.
Seid uns gegrüßt, Ihr werten Gäſte, Don fern und nah herbeigeeilt! Ihr bringt den Glanz zu unſerm Feſte,
Indem Ihr unſre Freude teilt.
Denn wie ein Erntefeſt den Bauern Als heißer Mrbeit Lohn erfreut, So dürfen wir in unſern Mauern Ein Feſt der Ernte feiern heut.
Doch wenn der Landmann noch ſo wacker Sein Feld beſtellt, die ſchönſte Frucht Kommt dem nicht gleich, was unſer Acher Ans trägt an koſtbar edler Zucht.
Was hier aus unſrer Saat entſproſſen: Derſtändnisvolle Tüchtigbeit, Das lebt in vielen Feſtgenoſſen,
Das wiebe fort für alle Seit!
And ſoll ein Acher Früchte bringen, So beten wir um Sonnenſchein: Nuch unſer Wollen und HOollbringen Kann ohne Sonne nicht gedeihn. Des Landesfürſten drum gedenben Wir, der uns hohe Huld gewährt, And, die er bor, den Staat zu lenken An ſeiner Statt, ſei'n hoch geehrt!
Es irrt, wer ſtets mit offnen Händen Dom Felde nur zu nehmen glaubt. Wer nehmen will, der muß auch ſpenden, Bald iſt das Land ſonſt ausgeraubt. Die ſtets, was wir verbraucht, erneute And bargend nie gezögert hat, Ruch ihr ein froher Dank ſei heute Geweiht, der treuen Heimatſtadt!
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