Aufsatz 
Monographie der geselligen Wespen mit besonderer Berücksichtigung der Nassauischen Species
Entstehung
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Chronik des Herzoglichen Gymnaſiums im Schuljahre 1852 53.

1) Lehrverfaſſung.

A. Lehrerkollegium.

Der Profeſſor C. L. Mencke, welcher ſeit dem Herbſt 1839 dem Gymnaſium als ordentlicher Profeſſor angehört hatte, wurde demſelben, nachdem er lange Zeit an Bruſtbeſchwerden gekränkelt und deſſenungeachtet bis zu Pfingſten 1852 ununterbrochen Schule gehalten, aber ſeitdem wegen bedenklicher Fortſchritte ſeines Leidens und wegen großer Körperſchwäche keinen Unterricht mehr hatte ertheilen können, am 22. Juli im 52ten Lebensjahr durch einen ruhigen Tod entriſſen.*) Der feierlichen Beſtattung ſeiner Leiche am 25. Juli wohnten außer vielen andern Leidtragenden die Lehrer und Schüler des Gymnaſiums in geordnetem Zuge bei. Der Herr Pfarrer und Schul⸗ inſpektor Dörr hielt dem Tiefbetrauerten die ehrende Grabrede, worauf ein vom geſammten Schülerchor unter Muſikbegleitung geſungener Choral die ergreifende Trauerhandlung ſchloß. Am 6. Auguſt Abends 7 Uhr wurde die öffentliche Gedächtnißfeier für den Verewigten in der Aula gehalten, zu welcher durch ein gedrucktes Programm eingeladen worden war. Auf die dabei vom Oberſchulrath Muth in gebundener Rede geſprochenen Eingangsworte folgten abwechſelnd entſprechende muſikaliſche Geſang⸗ und Redevorträge von Gymnaſiaſten, denen der DirektorWorte dankbarer Erinnerung an den geliebten Amtsgenoſſen und Lehrer folgen ließ, der durch ſeine mit vielſeitiger pädagogiſcher Bildung verbundene unermüdliche Berufsthätigkeit und liebevolle Behand⸗ lung ſeiner Scholaren ſich ein bleibendes Denkmal geſetzt hat. In die meiſten Lehrſtunden des Profeſſors Mencke hatten ſich ſeit Pfingſten die übrigen Lehrer möglichſt zweckmäßig getheilt; welche immerhin precäre Einrichtung bis zum Eintritt eines Nachfolgers andauerte. Dieſen erhielt die Anſtalt durch die Verſetzung des am Herzogl. Gymnaſium zu Hadamar angeſtellten Conrektors H. W. Stoll, welche in Folge Höchſter Entſchließung d. d. 9. October 1852 erfolgte. Seine Einführung durch den Direktor bei verſammelten Lehrern und Schülern in der Aula geſchah am 30. October, und ſein erſter Anfang des Claſſenunterrichts am 1. November. Von dieſem Termin datirt ſich daher die regelmäßige und vollſtändige Unterrichtsertheilung im Winterſemeſter durch alle Claſſen.**)

*) Er war geboren am 23. Januar 1801 zu Idſtein.

**) Die autobiographiſchen Notizen des Conrektors Stoll finden ſich im Prsgkaum des Pädagogiums zu Dil⸗ lenburg vom Jahr 1844. Es iſt hier nur noch nachzutragen, daß von ſeinem Werk:Handbuch der Religion und Mythologie der Griechen und Römer(mit 12 Ahhndne) eine zweite verbeſſerte und vermehrte Auflage, Leipzig bei Teubner, 1853 erſchienen iſt.

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