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ferner eine Mittel⸗ und Analader. Jene iſt mit dieſer durch eine Querader verbunden und ſchickt von dieſer Stelle aus einen Zweig etwas ſchief nach oben, welcher faſt bis zum Außenrande lauft, die Cubitalader genannt. Dieſe iſt mit der Radialader durch eine Querader, die Cubital⸗ querader, verbunden, und ſo entſteht die Cubitalzelle. Jenſeits der eben genannten Quer⸗ ader bildet ſich noch eine nicht ganz geſchloſſene Zelle am Außenrande, auch wohl als zweite Cubital⸗ zelle bezeichnet. Zwiſchen der Mittel⸗ und Analader zieht ſich eine kleine Querader, die Anal⸗ querader. Sie begränzt nach außen die Analzelle, welche nach innen bis zur Flügelwurzel reicht. Aus der Analquerader entſpringt eine Längsader, die Discoidalader, ſchief abwärts faſt bis zum Flügelrande gehend, und mit der Cubitalader die nicht ganz geſchloſſene Discoidal⸗ zelle bildend. Die Analader endigt eigentlich an der Analquerader; aber eine ſchwache Spur einer Ader geht von da nach unten an den Innenrand, wodurch hier noch zwei Zellen entſtehen. Bei 2 Species, der Gattung Polistes angehörend, hat die Flügelbaſis noch eine rundliche, durch eine ſchwach angedeutete Ader und einen Einſchnitt des Randes begrenzte Zelle am Innenrande, Anhangszelle oder Lappen genannt; der Gattung Vespa, wozu faſt alle einheimiſche geſellige Wespen gehören, fehlt dieſe Zelle; dagegen findet ſie ſich auch bei den Lehmwespen.
§. 7. Beine. Die Beine ſind, wie bei allen Inſekten, von einer harten Hornhaut umgeben und aus mehreren durch Gelenke beweglich verbundenen Gliedern zuſammengeſetzt. Das erſte Glied, die Hüfte(coxa), bewegt ſich mit ihrer Baſis in einer Grube der Bruſt; es iſt dick und vier⸗ eckig. Mit der Hüfte iſt unter einem Winkel das zweite Glied, der Schenkelring(trochauter) verbunden; jedoch findet ſich zwiſchen dieſen beiden Gliedern auf der untern Seite noch ein ſehr kleines Zwiſchenglied. Der Schenkelring iſt kleiner, als die Hüfte, aber weit größer als dieſes Zwiſchenglied, kegelförmig. Auf den Schenkelring folgt in derſelben Richtung der dickſte und größte Theil des Beines, der Schenkel, keulenförmig, am Ende verdünnt. Unter einem zweiten Winkel, aber auf der entgegengeſetzten Seite, als der erſte, verbindet ſich mit dem Schenkel das Schien⸗ bein(tibia), von der Länge des Schenkels, aber dünner, oben am dünnſten, am Ende auf der inneren Seite mit 2 hornartigen Stacheln(Schiendorne genannt), deren innerer am längſten iſt; die Vorderſchienbeine haben aber nur einen ſolchen Schiendorn und zwar von einer eigen⸗ thümlichen Beſchaffenheit. Er iſt meſſerförmig, an der Baſis ſcharf, am Ende mit dichten ſtarken Borſten, wie mit Kammzahnen beſetzt; dem Dorne gegenüber befindet ſich am Schienbein und Fuße eine Vertiefung mit einer Kante. Hier ziehen die Wespen öfters ihre Fühlhörner durch, um ſie zu reinigen. Die Stelle zwiſchen Schenkel und Schienbein heißt auf der oberen Seite das Knie. Der fünfte Theil des Beines iſt der Fuß, welcher den Boden berührt und wieder aus 5 Gliedern(Tarſengliedern) beſteht. Dieſe ſind beweglich unter einander verbunden, ſo daß ſich der Fuß den Unebenheiten des Bodens anpaſſen kann. Das erſte Glied(die Ferſe) iſt ohn⸗ gefähr ſo lang als die 4 letzten zuſammen, ſchmähler als das Schienbein, nicht breiter als die folgenden und faſt walzenförmig, an der Baſis etwas verdünnt; die folgenden ſind faſt kegelförmig, am Ende geſpalten und mit Stacheln beſetzt. Das letzte hat ohngefähr die Länge der 2 vorher⸗ gehenden zuſammen, und endigt in 2 gekrümmte Krallen, zwiſchen welchen noch ein dicker zwei⸗ ſpaltiger Ballen(Haftläppchen, Söhlchen) ſitzt. Die Krallen ſind nicht gezahnt; dagegen bei den Lehmwespen haben ſie auf der unteren Seite einen Zahn. Die Beine nehmen von vornen nach hinten an Länge zu.
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