Aufsatz 
Sancti Hrabani Mauri de sacramentis ecclesiae doctrina per universos libros collecta / von F. J. Schell
Entstehung
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2 St. e) Quarta. Uebungen in der deutschen, englischen, lateinischen und griechischen Schrift. 2 St. Schreiblehrer Jefsler.

3. Zeiehnen. a) Sextu. Zeichnen einfacher geometrischer Figuren und nach Naturkörpern, nach Schmid's Methode. 2 St. b) Ouinta. Uebungen im perspectivischen Zeichnen geradliniger Rörper. 2 St. e) Quarta. Zeichnen krummliniger Rörper in perspectivischer Ansicht; Uebungen im Aufnehmen gegebener Gegenstände. 1 St. d) Classis selecta(die geübteren Schüler der drei oberen Classen begreifend). Uebungen im Baumschlag, im Zeichnen von Figuren, Landschaften, Architecturansichten, in Bleistift- schwarzer Kreide- und Tuschmanier. 2 St. Zeichnenlehrer Lange.

4. CGymnastische Uebungen im Sommer. 4 St. Zeichnenlehrer Lange.

II. Chronik des Gymnasiums.

Das Schuljahr wurde Montag den 15. April mit der Prüfung der Recipienden eröffnet. Die gesetzmässigen Ferien dauerten vom 7. bis 23. Jali, vom 29. September bis zum 13. October und vom 25. December bis zum 2. Januar. Die Herbstprüfungen u. s. f. wurden vom 23. bis zum 25. September abgehalten.

Das Geburtsfest Sr. Röniglichen Hoheit des Rurprinzen und Mitregenten wurde den 20. August von dem Gymnasium gefeiert. Der GL. Theodor Gies hielt die Festrede, in welcher er von dem veredelnden Eiuflusse sprach, welchen eine nähere Betrachtung der Erziehung und des Lebens der Spartaner auf die Heranbildung unserer Jugend zu guten Menschen und ächten Staats- bürgern ausüben könne.

Durch höchste Entschlieſsung vom 12. September wurde dem mit einstweiliger Versehung einer Lehrerstelle beauftragten Dr. Ignaz Ritz eine Erhöhung der jährlichen Vergütung auf 250 Thlr. gnädigst bewilligt.

Durch höchstes Reskript von demselben Tage wurde der Lehrer an der lateinischen Rnaben- schule zu Fritzlar Joseph Hahn, weleher ebenfalls mit der Versehung einer Lehrerstelle beauf- tragt war, zum ordentlichen Lehrer an dem Gymnasium mit einem jährlichen Gehalte von 5300 Thlrn. gnädigst bestellt. Joseph Hahn, geboren zu Fritzlar den 6. December 1812, besuchte von 1825 29 die lateinisehe Schule daselbst, von 1329 31 das hiesige Lyceum und stu- dirte Theologie auf der hiesigen theologischen Anstalt. Am 27. Februar 1336 wurde er zum Priester geweiht und blieb in der Seelsorge, bis er nach bestandener Prüfung den 27. Januar 1333 die Lehrerstelle an der lateinischen Schule zu Fritzlar erhielt.

In Folge höchster Entschlieſsung wurde qurch Beschluss des Rurfürstlichen Ministeriums vom 12. Oetober der Lehramts-Randidat Jacob Gegenbauer aus Salmünster als Practicant bei dem Gymnasium zugelassen. Ferner wurde in Folge höchster Entschliefsung durch Beschluss des Rur- fürstlichen Ministeriams vom 27. November der Lehramts-Randidat Franz Wilhelm Wiegand aus Fulda von dem Gymnasium in Hersfeld in gleicher Eigenschaft an das hiesige versetzt.