lichen Unterricht“ soll das Pensum der Obertertia und
der Sekunda der Realschule im Französischen und Englischen im großen ganzen behandelt werden; damit ist ja das Pensum der gesamten Gymnasialklassen in den beiden Sprachen einbegriffen. Auf der Oberstufe wird man allerdings in der Art der Vergleichung tiefer gehen, als es hier für die Mittelklassen geschehen ist. Vor allen Dingen wird man die Etymologie, das Werden und Vergehen in der Sprache und die Gründe dafür in höherem Maße berücksichtigen können. Dadurch wird der in letzter Zeit so oft mit Recht gestellten Forderung einer Vertiefung des grammatischen Unterrichts genügt werden. Zwar wird man keine historische Grammatik
I* zweiten Teil der„Sprachvergleichung im neusprach-
in ihrem ganzen Umfang treiben können und wollen— das Streben nach der möglichst vollständigen praktischen Be- herrschung der Sprache ist die Hauptsache— aber man
sollte doch dem Primaner nicht die Grammatik als etwas Gegebenes vorlegen, ohne ihn einen Blick in ihr Werden tun zu lassen. Zwei Beispiele aus der Lautlehre mögen folgen: Der Primaner erkennt in fait das lateinische factum wieder, sieht also, daß c vor Konsonant heute i ist. Daß das c erst im Lauf der Sprachentwicklung zu dem Vokal geworden ist, daß es zur Zeit der normannischen Eroberung(wenigstens im Normannischen) noch c war, erkennt er an Englisch fact Ebenso steht es mit dem Schwund des s, der im Neufranzö- sischen gewöhnlich durch den Accent circonflexe bezeichnet wird. Lat. festum ist nfrz. féte, das s ist aber noch erhalten in engl. feast. In der Formenlehre könnte bei Gelegenheit


