Aufsatz 
Zur Naturgeschichte der Umgegend von Wiesbaden / von Sandberger
Entstehung
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sind von derBekanntmachung, das Herzogliche Realgymnasium betreffend noch Exem- plare für diejenigen Eltern, welche sich nüher hiervon unterrichten wollen, bei dem Di-

rector zur Einsicht bereit.

Im Religionsunterrichte wurden in diesem Jahre die katholischen Primaner wegen ihrer geringen Anzahl mit den betreffenden Schülern des Gelehrten-Gymnasiums verbunden. Eben so waren im Gesangunterrichte die Schiler beider Gymnasien vereinigt.

Die Turnübungen der Schüler des Realgymnasiums beaufsichtigte während des Som-

merhalbjahrs Professor Dr. Greiss.

2. Vebersiche der im Jalrre 185859 belandeltene Lenhrgegenstände.

Klasse III. Ordinarius: Collaborator Dr. Menges.

Deutsche Sprache. 3 St.(Menges.)

Lesen und Erklären poetischer Stücke aus Spiess' Lesebuch, wobei das Wichtigste aus der Metrik und die hauptsächlichsten Momente aus der Litteraturge- schichte mitgetheilt wurden. Declamationsübungen und Aufsätze.

Lateinische Sprache. 3 St.(Ebenau.)

Das V. Buch aus Caesar's Bellum Gallic. wurde ge- lesen und mit steter Bezugnahme auf die Hauptregeln der Grammatik erklärt. Wöchentlich wurde ein la- teinisches Exercitium aus Spiess' 2. Abtheilung für Quinta geschrieben und corrigiert.

Französische Sprache. 4 St.(Menges.)

Grammatik: Aus der Schulgrammatik von Plötz II. Cursus, 6. Auflage, wurden die beiden Abschnitte V. und VI. durchgenommen, die Regeln und Wörter memoriert, sämmtliche Uebungsstücke mündlich und der deutsche Theil derselben schriftlich übersetzt und corrigiert.

Lesen: Die Erzählungen aus Lüdecking's fran- zösischem Lesebuch II. Theil von 18; ferner aus der Geschichte die Abschnitte 1521.

Englische Sprache. 3 St.(Menges.)

Der Lehrgang der englischen Sprache von Plate I. Cursus wurde bis Lection 56 durchgenommen, die vorkommenden Wörter wurden memoriert, sämmtliche Uebungsstücke mündlich und der grösste Theil der deutschen Uebungsstücke schriftlich übersetzt.

Religion. 2 St. combiniert mit II.(Kirchenrath Dietz.) Geschichte und Geographie. 3 St.(Hilden- brand.)

Ausdehnung des römischen Imperatorenreichs nebst dessen Provinzen. Völkerwanderung. Die Geschichte des Frankenreichs, sowie deutsche Geschichte bis zur Auflösung der Stammesherzogthümer. Hieran wurde die Geographie der betreffenden Länder geknüpft.

Arithmetik. 2 St.(Menges.) Die Lehre von den Potenzen und Wurzeln für jede Art von Exponenten, mit Einschluss des binomischen Lehrsatzes für positive ganze Exponenten. Vielfache Uebungen im Rechnen mit Potenz- und Wurzelaus- drücken. Die Lehre von den Logarithmen, mit Uebun- gen im Rechnen mit gemeinen und den Gauss'schen Aggregationslogarithmen. Uebersichtliche Darstellung des innern Zusammenhangs der sieben arithmetischen Operationen. Geometrice. 3 St.(Menges.) Stereometrie nach Müller's Lehrbuch mit Uebun- gen im Berechnen eben- und krummflächiger Körper.

Descriptives Zeichnen. 2 St.(Hildenbrand.) Geometrisches Zeichnen. Die Anfangsgründe der descriptiven Geometrie bis zur Darstellung der drei Projectionen gerader Kegel und Cylinder in beliebi- ger Lage, nebst mathematischer Begründung.- sung von Aufgaben in constructiver und rechnender Weise. Physik. 2 St.(Greiss.)

Die allgemeinen Eigenschaften der Körper; die be- sonderen Eigenschaften derselben in den drei verschie- denen Aggregatzuständen; Magnetismus; Reibungs- elektricität.

Chemie. 4 St.(Casselmann und während dessen Beschäftigung am Landtage Hildenbran d.)

Die ersten Anfangsgründe der anorganischen und

organischen Chemie, nach des Lehrers Leitfaden, Curs. I. Naturgeschichte. 2 St.(Hildenbrand.) Botanik iin der zweiten Hälfte des Sommersemesters).

Die wichtigsten natürlichen Pflanzenfamilien. Zoologie im Wintersemester.

Die Vögel.

Zeichnen. 2 St.(De Laspée.)

Ornamentenzeichnen nach Vorlagen und nach Gyps, meistens in vergrössertem Massstabe, ausgeführt mit Blei und mit der Feder. zeichnen und leichtere Bruchstücke von Karten.

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Vorübungen im Situations-