Aufsatz 
Zur Naturgeschichte der Umgegend von Wiesbaden / von Sandberger
Entstehung
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Späte Mühle; 706. Br. mollis, überall; 707. Br. arvensis, gemein; 708. Br. inermas, Schiersteiner Au; 709. Br. sterilis, häufig; 710. Br. tectorum, Mosbach; 711. Triticum. repens; 712. Ir. caninum, beide letztere gemein; 713. Lolzum perenne, Späte Mühle; 714. L. temulentum, sehr gemein.

Ueber die Laubmoose, Musci frondost, der Umgegend von Wiesbaden steht eine sehr genaue Ausarbeitung nach vieljährigen Beobachtungen von Herrn Carl Graefe, praktischem Arzte zu Wiesbaden, in Aussicht.

IV. Notiz über die Fauna Wiesbadens und seiner Umgebung.

Wir besitzen über die Fauna des Mittelrheins in unseren Naturhistorischen Nassaui- schen Jahrbüchern, in denen der Wetterauer Gesellschaft zu Hanau, der Pollichia zu Dürkheim, der rheinpreussischen zu Bonn, der oberhessischen zu Giessen, sowie in den Jahrbüchern der naturforschenden Gesellschaft zu Freiburg im Breisgau u. a. a. O. zahl- reiche Specialbeobachtungen. Auch habe ich selbst eine Uebersicht der N assauischen, ohne erschöpfen zu wollen, in dem WerkehenNaturhistorische Beschaffenheit des Herzogthums Nassau 1857 zu geben versucht. Vgl. daselbst S. 79 ff. Specieller wird aber demnächst über Säugethiere und Vögel unserer Nähe Herr Aug. Römer, Conservator des naturhisto- rischen Museums berichten in den Jahrbtüchern des Vereins für Naturkunde, über Reptilien und Fische Herr Professor Kirschbaum. Nur einige Worte gebe ich daher an diesem Orte schliesslich über unsere Fauna als blosse Andeutung.

Liegen wir auch weit vom Meere ab, so stellt doch der Rheinstrom und seine Neben- flüsse die Verbindung einerseits mit der Nordsee, andererseits mit dem Bodensce und dem oberrheinischen Tieflande so günstig her, dass wir unsere Wirbelthierfauna auf ungefähr 500 Species der vier Classen Fische, Reptilien, Vögel und Säugethiere gewiss nicht zu hoch veranschlagen. Unter den Vögeln sind in's Besondere manche nordische und süd- liche aussergewöhnliche Güste, welche uns mit ihrem Besuche von Zeit zu Zeit erfreuen. Beispielsweise nenne ich nur: Cormoran, Schlangenadler und Seeadler, grauen Geier, sel- tene Möven, Purpurreiher, Flamingo, Löffelreiher, nordische seltene Enten, Seidenschwanz, Blaukehlchen u. s. w.(Vgl. auch meine Arbeit in den Verhandl. des naturhistor. Vereins d. preuss. Rheinl. u. Westphal. Jahrg. XIV.[1857.] S. 69 ff. und Taf. V.)

Von Wanderfischen, welche uns besuchen, führe ich an: Alse oder Maifisch, Salm, Stör. Insecten: Atta structor, Mutilla europæa, Clytus ornatus, Calosoma Sycophanta, Smerinthus Nerii, Oleandervogel und Deilophila Celerio, grosser Weinvogel kamen mehr-

fach vor. 69 Nachträge zu Seite 5 und 6. a) Reste eines grösseren Sumpfvogels aus dem Litorinellenkalke v. d. Spelzmühle b. Wiesbaden. b) Flussspathaltiger Quarz findet sich, wenngleich minder schön als bei Dotzheim, auch in dem grossen Steinbruche am Eingange ins Nerothal, rechts.(Gefunden: 30. März 1859. G. Sdb.) c) Kieselschiefer liegt lokal iiber detn Oypridinenschiefer:(I ahn- u. Dillthadl.)

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