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zukämpfen, vielleicht sein ganzes Lebensziel verwirkt. Wehe muss es beson- ders den mit solchen Verhältnissen vertrauteren Lehrern thun, wenn glück- liche Talente, die auch von Seiten des Herzens alle Bürgschaft gewähren für eine segensvolle Zukunft, solchem Lebensdrucke erliegen. Diese drückende Er- fahrung macht dem Unterzeichneten zur Pflicht, nahe und ferne Eltern, die ihre Söhne der hiesigen Schule übergeben wollen, ohne sie mit dem Unent- behrlichsten zur Erreichung ihres Zweckes ausstatten zu können, aufmerksam zu machen, dass es unmöglich ist, bei gänzlicher Mittellosigkeit von Hause aus, einen jungen Menschen durch äussere Unterstützung, die zweifelhaft, und bei vermehrterem Anspruche in keinem Falle ausreichend ist, dahier zu unter- halten, da die Verschaffung des Unentbehrlichen auf eine Reihe von Jahren immer einen bedeutenden Kostenpunkt ergibt. Gewiss bleibt es also in diesem Falle vorzuziehen, dass Eltern ihren Kindern einen minder kostspieligen Lebens- beruf zuweisen, sich dadurch selbst vor grosser Lebenssorge schützen, und auch dem Glück ihrer Kinder besser rathen, das an die Zufälligkeit der äus- seren Stellung keineswegs gebunden ist.
Auch der Anstalt selbst gingen im Laufe des Schuljahres einige Ge- schenke zu. Der abgehende Herr Zeichnenlehrer Scheuer hinterliess dem Zeichnenapparate eine Sammlung von 13 schönen Musterköpfen; Herr Prorec- tor Kehrein schenkte der Bibliothek mehrere Werke seines Besitzes und seiner Feder, als Jenaische Literaturzeitung, von Herders Werken 3 Bände, die Gymnasialblätter, Frauenlobs Hohes Lied, Scenen aus dem Nibelungenlied. Herr Schulrath Hilf vermehrte die Sammlung unserer Gypsmodelle durch eine Hebe-Statuette. Herr Oberförster Speck und Herr Gutsbesitzer Eberhard von hier sandten zwei schöne Exemplare von Vögeln an die Anstalt. Herr Professor Barbieux gab, bei seinem Ueberzuge hierher, mehrere zum Theil werthvolle, Werke an die hiesige Gymnasialbibliothek, und Herr Prorector Spiess zu Dillenburg die von ihm verfassten Lehr- und Uebungsbücher für den lateinischen Sprachunterricht. Allen Schul- und Jugendfreunden sei hier- mit gedankt für ihre freundliche Gesinnung und Gabe.
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