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bedeckten cantabriſchen Berge ſollten die Wiege der wiederaufbluͤbenden Freiheit werden, ſollten den Keim maͤchtiger chriſtlicher Reiche in ſich tragen, wodurch ſpaͤter der arabiſchen Herrſchaft in Europa der Untergang erwuchs.
Nochmals verſuchten die Araber unter dem kriegeriſchen Soleiman dem Bruder und Nachfolger des Cyalifen Walid, die Eroberung von Konſtantinopel; doch Leo der Iſaurier vertheidigte die Stadt mit ſolcher Tapferkeit, daß die Belagerer das ſchoͤnſte Heer, wie auch die ſtaͤrkſte Flotte, die je von ihnen ausgeruͤſtet waren, bei dieſer Unternehmung einbuͤßten(718.)
Ein Jahr nach dieſem im Oſten Europa's gluͤcklich abgeſchlagenen Sturme drohte von Spanien her dem Weſten auf's neue große Gefahr. Die Moslemen uͤberſtiegen die Pyrenaͤen und brachen verheerend im Franken⸗ reiche ein. Sie bemaͤchtigten ſich hier der narbonenſiſchen Provinz, wurden jedoch(721) durch die Niederlage, welche ſie durch Herzog Eudo von Aaui⸗ tanien(Guyenne und Gascogno) bei ſeiner Hauptſtadt Toulouſe erlit⸗ ten, genoͤthigt, die Belagerung derſelben aufzuheben; allein ſchon 725 drangen ſie bis zur Rhone vor, fielen in Burgund ein und pluͤnderten Auguſto⸗ dunum(Autund), und verheerten nach allen Seiten hin das Land durch Feuer und Schwert. Herzog Eudo ſelbſt, um ſich zugleich einen Bundesge⸗ noſſen gegen die ſpaniſchen Araber und gegen den Major Domus Carl Mar⸗ tell, der ſich damals gewaltig erhob, zu verſchaffen, machte nach einigen Jah⸗ ren einen Bund mit dem arabiſchen Befehlshaber Othman, welcher(729) vom Chalifen der Statthalterſchaft uͤber Spanien entſetzt worden war. An der Spitze eines furchtbaren moslemiſchen Heeres zog nun der Statthalter Ab⸗ derrahman, nachdem ſich der unruhige Othman, um nicht in die Haͤnde der ihn verfolgenden Feinde zu fallen, ſelbſt den Tod gegeben, gegen Herzog Eudo. In zahlreichen Gefechten bahnte er ſich den Weg bis zur Garonne, erſtuͤrmte Bordeaux, und Endo's Macht unterlag dem Schwerte der Araber, ſo daß ſich derſelbe genoͤthigt ſah, bei ſeinem bisherigen Feinde, dem fraͤnkiſchen Hausmeier, ſelbſt Zuflucht und Huͤlfe zu ſuchen.
Ganz Aquitanien ſtand nun der Willküuhr der Araber offen; ringsum ward das Land verwuͤſtet, de Staͤdte in Schutthaufen verwandelt. Schon hatten ſie die Kirche des heiligen Hilarius in Poitiers den Flammen uber⸗ geben und wollten nun gegen Tours ziehen, um dort die Schaͤtze in St. Martins Heiligthume zu holen; da ward ihrem Zuge ein Ziel geſetzt.
Carl, mit Eudo vereinigt, war mit den geſammelten Streitkraͤften des fraͤnkiſchen Reiches in groͤßter Eile uͤber die Loire den Moslemen entgegen⸗ gezogen. Zwiſchen Tours und Poitiers traf er auf die Feinde. Sie⸗ ben Tage hindurch erprobte man gegenſeitig den Muth in einzelnen kleinen Gefechten; am achten erfolgte die entſcheidende Schlacht. An der ruhigen Ent⸗ ſchloſſenheit der Franken brach ſich der gluhende Ungeſtüm der Araber; wie unbewegliche Mauern ſtanden die woblgepanzerten und ſchwer bewaffneten Franken den unaufhoͤrlich wiederholten Angriffen der leicht bewaffneten Mau⸗ ren gegenuͤber. Der hartnaͤckige blutige Kampf ſchien beim Einbrechen der


