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3. Obersicht der im Schuljahr 1912 erledigten Lehraufgaben.
Von einer Mitteilung der im Berichtsiahre 1912 erledigten Lehraufgaben wird abgesehen, da sie sich im wesentlichen mit denen der allgemeinen Lehrpläne decken.
Folgende Aufsatzthemata sind in den oberen Klassen bearbeitet worden:
I. In Gymnasial-Oberprima: 1. Goethes Iphigenie als das Hohelied der Humanität. 2. Was du immer kannst, zu werden, Arbeit scheue nicht und Wachen; aber hüte deine Seele vor dem Karrieremachen.(Klassenarb.) 3. Ideal und Leben in Schillers Gedankenlyrik. 4. Gilt für unsere Beschäftigung mit dem klassischen Altertum das Wort: non scholae, sed vitae? 5. Welchen Männern hat die Geschichte den Beinamen„der Grosse“ gegeben?(Klassenarbeit). 6. Wer mit dem Leben spielt, kommt nie zurecht; wer sich nicht selbst befiehlt, bleibt immer Knecht.(Klassenarb.) 7. Die Natur in Goethes Lyrik.— Prüfungsaufsätze: a. Michaelis 1912: Vivere est militare.(Seneca). 6. Ostern 1913: Wie bewahrheitet sich in Goethes Tasso und Grillparzers Sappho Leo- norens Wort: Der Lorbeerkranz ist, wo er dir erscheint, ein Zeichen mehr des Leidens als des Glücks?
II. In Gymnasial-Unterprima: 1. Wie reift in Philotas der Todesge- danke zur Tat? 2. Nil mortalibus ardui est.(Klassenarbeit). 3. Das Elternpaar in„Emilia Galotti“ und in„Kabale und Liebe“. 4. Alles Menschliche muss erst werden und wachsen und reifen, und von Gestalt zu Gestalt führt es die bildende Zeit.(Schiller„Das Glück“). 5. Inwiefern siegt in Schillers Räubern die sittliche Weltordnung? 6. Welche Ursachen führten zum Zusammenbruch der mittelalterlichen deutschen Kaiserpolitik?(Klassenauf- satz). 7. Inwiefern bildet in Schillers Wallenstein das„Lager“ eine Einführung in das ge- samte Drama?(Klassenaufsatz). 8. Noch unbestimmt.
III. In Gymnasial-Obersekunda: 1. Jeder ist seines Glückes Schmied. 2. Charakteristik Siegfrieds. 3. Der Parthenon.(Klassenaufsatz). 4. Warum erscheint uns Walther von der Vogelweide noch heute bewundernswert? 5. Der Aufbau der Hand- lung in Schillers Räubern. 6. Die Folgen der Schlacht bei Kannä.(Klassenaufsatz). 7. Wie ist es möglich, dass Wallenstein sich von der Gräfin Terzky überreden lässt, vom Kaiser abzufallen? 8. Noch unbestimmt.(Klassenaufsatz).
IV. In Gymnasial-Untersekunda: 1. Kuoni erzählt seinem Herrn, dem Bannerherrn von Attinghausen, die Vorgänge am Vierwaldstätter See. 2. Die Zusammen- setzung des Schweizervolkes zur Zeit Wilhelm Tells. 3. Was veranlasste Tell, den Land- vogt zu erschiessen?(Klassenaufsatz). 4. Warum feiern wir Friedrich den Grossen als deutschen Helden? 5. Die Diener des Majors von Tellheim. 6. Das Werrabecken vom Eichenberg bei Frieda bis zur Andreaskirche.(Eine geographische bezw. geologische Skizze). 7. Das Unglück Karls VII. Nach Schillers„Jungfrau von Orleans“.(Klassen- aufsatz). 8. Gutta cavat lapidem non vi, sed saepe cadendo. 9. Ferro nocentius aurum. (Klassenaufsatz). 10. Noch unbestimmt.(Klassenaufsatz).
V. In Real-Untersekunda: 1. Schlegels„Arion“ und Schillers„Kraniche des Ibykus“. Ein Vergleich. 2. Das Auftreten der Jungfrau von Orleans und der damalige Zustand Frankreichs.(Klassenaufsatz). 3. Drum soll der Sänger mit dem König gehen, sie beide wohnen auf der Menschheit Höhen. 4. Johanna in der Heimat. 5. Eine Herbst-


