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Weise Rohrleitungen zu den Tischen führen, was sonst bei den dünnen Eisenbetondecken des Hauses Schwierigkeiten bereitet hätte.
Die Einrichtung ist grösstenteils von der Firma Max Kohl in Chemnitz i. S. bezogen; die Experimentiertische stehen senkrecht zur Fensterwand, sie sind mit Gas, Wasser, Druck- und Saugluft, Gasabzug und elektrischen Leitungen versehen. Dann sind noch fast 2 m freien Raumes bis zur Wand; im Physiksaal ist letzterer hinter der Tafel durchbrochen, um die für optische Versuche wünschenswerte Gelegenheit zu Experi- menten mit grösserer Tiefe in der Längsachse des Zimmers zu schaffen. Daneben, nach der Fensterwand hin, ist der zweite Durchbruch von etwa 2 m im Gjviert, der die elektrische Schalttafel und das Umformeraggregat aufnimmt; Glastüren schliessen ihn nach dem Saal ab. Der Umformer besteht aus Motor und Dynamo, die direkt gekuppelt, auf ein eisernes Fundamentbrett gestellt sind; schalldämpfende Unterlagen lassen den Apparat so leise arbeiten, dass das Geräusch kaum störend im Unterricht empfunden wird. Der Motor wird mit Strom von 440 Volt gespeist; die Dynamo liefert zunächst Gleich- strom in regulierbarer Spannung bis zu etwa 80 Volt. mit dem eine im Vorbereitungs- zimmer untergebrachte Akkumulatorenbatterie von 35 Zellen geladen wird. Ihr Strom endlich wird durch Vermittelung eines Regulierwiderstandes dem Tisch zugeführt, wo- bei ein Zellenschalter Einzelabschaltung von 6 Zellen und ihre Benutzung für sich allein ermöglicht; da ferner im Hauptstromkreis und im Abzweig gearbeitet werden kann, so ist eine äusserst weitgehende Regulierung der Spannung in den Grenzen von 0 bis 70 Volt zu erzielen; Messinstrumente sind auf der Schalttafel reichlich vorhanden. Zu den beiden Projektionsapparaten im Physik- und Chemiesaal fliesst der Strom der Akkumu- latoren, ohne den Regulierwiderstand zu passieren; im Chemiesaal genügt blosses Ein- stecken eines Kontaktes, um die Lampe in Betrieb zu setzen, und ihr fester Widerstand ist dabei so abgepasst, dass sofort die richtige Stromstärke herauskommt. Der Apparat soll nur für Diapositive, aber womöglich in allen Unterrichtsgegenständen gebraucht werden und verlangt deshalb einfachste Handhabung. Der Apparat im Physiksaal soll dagegen hauptsächlich den Episkopie dienen und musste deshalb mit einem besonderen. in seiner Nähe aufgestellten regulierbaren Widerstand und Messapparat versehen wer- den; da die Akkumulatoren nur bis 18 Ampère beansprucht werden dürfen, wird bei höheren Stromstärken die Dynamo parallel geschaltet. Im Chemiesaal konnte die Wand- fläche unmittelbar zur Projektion benutzt werden, die Lampe steht auf einem Brett hinter den Schülern. Leider konnte dies im Physiksaal der Schalttafel wegen nicht gerade so eingerichtet werden; auch durfte das Episkop höchstens 4 m vom Schirm entfernt stehen. Da blieb nichts anderes übrig, als diesen frei, etwa 1 m von der Aussenwand, der Schalttafel gegenüber, aufzustellen und bei Nichtgebrauch durch Winden in die Höhe zu ziehen. Die Schirmfläche ist auf beiden Seiten benutzbar; eine weisse Fläche, ebenso wie das Episkop von R. Winkel in Göttingen bezogen, und eine Müller'sche metallisch glänzende Bilumenwand aus der Holzapfel'schen Wachstuchfabrik, für die Wiedergabe der Farben vorzüglich geeignet, bilden den Bezug. Zur Aufstellung des Apparates mussten von der dritten und vierten Bank an der Fensterseite ie 2 Sitzplätze ausfallen. sodass im ganzen 56 Plätze in dem fast 12 m tiefen Saal zur Verfügung stehen.
Die Dynamo liefert ausser dem Gleichstrom auch Wechselstrom und Dreh- strom, beide mit Leitungen, die am Experimentiertisch in Stöpselkontakten endigen. Die ganze Starkstromanlage ist vom städtischen Elektrizitätswerk geplant und ausge-


