Aufsatz 
Geschichte der Mainzer Höheren Mädchenschule während der ersten 25 Jahre ihres Bestehens . 1889-1914
Entstehung
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a) im Erdgeſchoß ein Turnſaal von 104 qm Grundfläche, drei Aufent⸗ haltszimmer für Lehrerinnen, Lehrer und Direktor, zwei Aborte, zwei Treppenhäuſer und eine aus 3 Zimmern und 1 Küche beſtehende Schul⸗ dienerwohnung;

b) im erſten und zweiten Obergeſchoß je 6 Klaſſen mit getrennten Kleiderablagen für je 2 Klaſſen;

c) im dritten Obergeſchoß 4 Klaſſen nebſt 2 Ankleideräumen und eine 160 qm große Aula, die zugleich als Zeichenſaal dienen ſollte.

Die beiden Mittelklaſſen im 2. Obergeſchoß ſollten als Lehrſäle für den Anterricht in Phyſik und Chemie bezw. als Singſaal dienen, in den übrigen 14 Klaſſen hoffte man dann 564 Kinder unterzubringen, für die man eine Hofgröße von 730 am Fläche in Ausſicht nahm.

Die Ausführungen des Architekten Krebs bildeten die Grundlage der Be⸗ ratungen in der Stadtverordnetenſitzung vom 2. Mai 1888. Nochmals gerieten die Gegner und die Anhänger des Mädchenſchulprojektes in ihr hart aneinander, das Ergebnis einer 2 ½ſtündigen Beſprechung aber war, daß die Stadtverordnetenverſammlung mit überwiegender Mehrheit dem von Krebs vertretenen Antrage des Bauausſchuſſes beitrat, indem ſie dem Ambau der Jeſuitenkaſerne zum Zwecke einer Höheren Mädchenſchule auf Grund der vorliegenden, nur wenig abgeänderten Pläne zuſtimmte und zugleich die für deren Ausführung erforderlichen Mittel bewilligte. Gleichzeitig erſuchte ſie die Großh. Bürgermeiſterrei, die ſofortige Inangriffnahme der Arbeiten dem Bau⸗ amte aufzugeben, mit der Weiſung, jene derart zu fördern, daß am 1. April 1889 das Gebäude ſeiner Beſtimmung übergeben werden könne. Dieſem Wunſche vermochte man nun allerdings nicht zu entſprechen, da die Erweiterung des Hofes der ehemaligen Jeſuitenkaſerne auf Schwierigkeiten ſtieß, an die man anfangs nicht gedacht hatte, und die nun zuvor aus dem Wege geräumt werden mußten. Dadurch verzögerten ſich die Ambauarbeiten etwas, und man war genötigt, die Eröffnung der Schule um ein halbes Jahr zu verſchieben. Am 21. September endlich konnte der damalige Beigeordnete und ſpätere Ober⸗ bürgermeiſter Dr. Gaßner dem Großh. Kreisgeſundheitsamte zur weiteren Veranlaſſung melden, daß das Gebäude der Höheren Mädchenſchule fertig ge⸗ ſtellt ſei und am 1. Oktober in Gebrauch genommen werden ſolle.

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Der entſcheidende Beſchluß der Stadi⸗ verordnetenver⸗ ſammlung vom 2. V. 1888.