Aufsatz 
Beiträge zur Geschichte und Kritik der Alexandersage. Auszug aus der syrischen Übersetzung des Pseudokallisthenes mit Beziehung auf den Text der griechischen Codices, sowie der lateinischen und armenischen Versionen : 1. Teil
Entstehung
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Bezeichnung, Ort, Zeit, Verfaſſer.

Rurze Beſchreibung nach Inhalt u Korm.

Beſondere Bemerkungen.

2) Cod. Mediolan. Ambros. Vb. Pergament. IX. Jahrh.

3) Cod. Paris. Ve. Pergament. XIV. Jahrh.

Codices in München uunnd Bamberg. Vom Archipresbyter Leo in der zweiten Hälfte des X. Jahrh. im Auf⸗ trag des Herzogs Jo⸗ hannes von Kampanien (941 965) verfaßt.

12 Handſchriften, darun⸗ ter 3 einen Auszug ent⸗ haltend, 2 durch Auslaſ⸗ ſungen u. Zuſätze ent⸗ ſtellt. Die datirten Hand⸗ ſchriften ſtammen aus d. XVI, XVII., XVlIII. Jahrh. Dieälteſte un⸗ datirte u. beſte aus dem XII. od. XIII. Jahrh. v. Chatseha inr geſchrie⸗ ben.

Text im gz. leidlich, von A vielf. abwei⸗ chend, nicht ſelten vollſtändige und ältere, häufig auch gekürzte und jüngere Faſſung. Zwei große Lücken, da die I. und V. Qua- ternio(32 Seiten) fehlen.(ach. p. 33 und 34.)

Ergänzt Vb bis auf d. erſten 4 Seiten, ſtimmt ſonſt meiſt damit überein, zuweilen beſſere Lesarten, im allgem. jedoch mehr verderbt, kürzt nicht ſelten längere Beſchrei⸗ bungen um des Fortſchritts der Erzählung willen, ſchiebt aus Joſephus u. Oroſius ein.

[(Zach. p. 34. Mäller p. IX.).

Die Handſchrift zerfällt in zwei Hälften. Die erſte, nach Mai, c. 50 Jahre ſpäter von anderer Hand der zweiten vorn ange⸗ ügt.

Von K. Müller zur Verbeſſerung der erſten Mai'ſchen Ausgabe benutzt. Die erſten 4 Seiten aus einer Handſchrift der Epitome ausgefüllt. 3

Dieſe Epitome, vor dem IX. Jahrh. ver⸗ faßt, da die Handſchriften ſo weit, hinauf reichen(ach. 11), beginnt ausführlicher, kürzt aber immer ſtärker. Der Wortlaut des J. V. meiſt beibehalten, doch fehlen im III. Buch größere Stücke(Zach. 105 f.) Ausg.

v. Zacher. Halle 1867.(Ich citire ſie mit v.)

der griech. Kapiteleintheilung angepaßt.

Eine kritiſche Ausgabe fehlt noch; die vorh. Drucke weichen ſehr von einander ab und geben einen äußerſt ſchlechten Text. Das Werk iſt unmittelbar nach einer zieml. guten griech., von Leo zu Konſtantinopel copirten Handſchrift bearbeitet und hält eine geſchickte Mitte zwiſchen der Fülle des griech. Origi⸗ nals und der allzumageren Kürze der Epi- tome.(Zach. 108 112. Weism. I. XLIV.)

Drei Ausgaben vorh: 1) von Mai, Mailand 1817. 2) von demſelb. in den Classici Auctores e Vaticanis codicibus editi. 3) v. K. Müller in d. Ausg. d. Pſeudokall. Paris 1843. unter d. griech. Text,

Tom VII. Rom 1835.

II. Die Historia de preliis.

Gegen Ende des XV. Jahrh. mehrfa gedruckt, zuerſt zu Trajecti 5 Mebrfa 1473, dann 5mal zu Straßburg, einmal zu Rom

(Ich citire nach der Straßburger Ausgabe von 1494. edit III. und bezeichne dieſelbe

kurz mit p.)

Enthält nach der Uebertragung des Pſeu⸗ dokall. Klagen über den Tod Alexanders von ihm ſelbſt, v. Olympias, Roxane u. ſ. w. u. ſ. w. Im übrigen gilt von ihr dasſelbe wie von dem lateiniſchen Cod. Mediolan. Vb. Die Geſtaltung des Tertes iſt der von B näher verwandt, als der von A, doch hat ſie oft Alterthümliches bewahrt. (Zach. p. 85 88.)

C. Die armeniſche Ueberſetzung.

Ein gewiſſer Chatschadur, der gegen Ende des XIII. Jahrh. am Ararat lebte, gab dem Werk wahrſcheinl. die jetzige Eintheilung in 286 Abſchnitte.

Eine Ausgabe von den Mechitariſten in Venedig:Padmuthiun Acheksandri Ma- ketonazwui. J Venedig i dparani ser- buin Chazaru. Hami 1842‧3.(Geſch. Alex. des Macedoniers, anno 1842).(Ich citire den Druck mit H.)

Die wenigen fragmentariſchen Mittheilungen über dies Buch in der Hall. Allgem. Literaturzeitg. Juni 1845. Nr. 129. S. 1027 29, und in d. Gelehrt. Anzeig. herausg. v. Mitgliedern der k. bayr. Akad. d. Wiſſenſch. München, Dec. 1844. RNr. 250 52; S. 961 69; 969 74; 977 83(letztere Aufſ. v. Neumann), finden ſich, mit ſchriiftl. Angaben Petermanns vermehrt, zuſammengeſtellt bei Zacher 89101.