Aufsatz 
Beiträge zur Geschichte und Kritik der Alexandersage. Auszug aus der syrischen Übersetzung des Pseudokallisthenes mit Beziehung auf den Text der griechischen Codices, sowie der lateinischen und armenischen Versionen : 1. Teil
Entstehung
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Bezeichnung, Ort, Zeit, Verſaſſer.

Charakteriſtik der Codices.

A. Die griechiſchen Handſchriften.

Rurze Beſchreibung nach Inhalt u. Jorm.

Beſondere Bemerkungen.

1) Cod. Paris. A. Pergament. XI. Jahrh.

2) Cod. Leidens. L. Papier. XV. Jahrh. Sicilien(?).

3) Cod. Paris B. Papier. 1469 von ei⸗ nem MönchNektarios im

Nikolauskloſter zu Otranto abgeſchrieben. Urſprünglicher Verfaſſer ein Jude(oder Chriſt).

4) Cod. Paris C. Papier. 1567 vom Diakonen Euſtathios ge⸗ ſchrieben. Urſprüngli⸗ cher Ueberarbeiter ein

Jude.

1) Cod. Taurinens. palimps. Va. Perga⸗ ment. la⸗erVIl, Jahrh.(nach Jaffé u. ri Iao) (Tl. Jahrh. nach bey- ron, XII. nach R1a2)

Der ſehr unwiſſende Schreiber gab eine bereits ſtark verderbte Vorlage äußerſt nach⸗ läſſig wieder, daher manche Stellen völlig unverſtändlich und ſinnlos und die Beſchaf⸗ fenheit der Handſchrift eine klägliche, ja ge⸗ radezu ſchlechte.

(Berger p. 198 Müller p. VIII. Zacher p. 7. Weismann I, XXXVII).

Der Text theilweiſe einer jüngern Recen⸗ ſion(B) angehörig, theilweiſe noch zu A ſtimmend, von etwas beſſerer Qualität, als B.

(Berger p. 201. Müller p. VII. Zach. p. 14 16.)

Der Text, der Integrität der Ueberlie⸗ ferung nach, höchſt mittelmäßig, durch Zuſätze entſtellt.

(Berger p. 199. Müller p. VIII. Zacher p. 7 10. Weismann L, XXXVII.)

Der Text durch Aenderungen, Auslaſſun⸗ gen, Zuſätze u. Verſchiebungen noch mehr entſtellt.(Berger p. 200. Mäller p. VIII. Zacher p. 10 12. Weismam I, XXXVIII).

Alexandriniſche Recenſion.

Die alexandriniſche Localſage iſt mit Vor⸗ liebe ausgeführt.(Zacher p. 12.)

Jüngere mannigfachveränderte, wahrſchein⸗ lich in Griechenland entſtandene Recenſion.

Bruchſtücke edirt von Berger, citirt von Müller. Fortlaufende Hinweiſe auf den Co⸗ dex bei Zacher in der Inhaltsüberſicht des Pſeudokalliſth.

Noch weiter gehende, tendenziöſe Ueber⸗ arbeitung der ältern Faſſung. Die alex. Localſage erheblich gekürzt, beſſere Ueber⸗ einſtimmung mit der geſchichtl. Chronologie. (Zacher p. 12). Im Abendland zur Vul⸗ gate geworden.

Jüngſte interpolirte Recenſion. Ungeſchickte, geſchmack⸗ u. kritikloſe Erwei⸗ terung von B, kindiſche Fabeleien aus frem⸗ den Quellen eingeſchaltet. Ebenfalls von Einfluß auf die abendländiſche Literatur.

(Zacher 13).

ten der griech. Biographen Alexanders d.

K. Müller hat in der Pariſer Arrianausgabe v. 1846 hinter den Fragmen⸗

Pſeudokalliſth. edirt, indem er den Text

von B, weil relativ beſſer als A, zu Grunde gelegt und die Abweichungen von A u. C(die von L nur nach den von Berger herausgeg. Fragm.) angemerkt hat. Alle übrigen griech. Handſchr., etwa 18,(Zach. p. 1628) ſind, ſoweit bekannt, von ſecundärer Bedeutung und ſchließen ſich theils an B, theils an C an.

Durch Angelo Mai's Nachläſſigkeit ver⸗ loren. Amed. Peyron zerſtörte die Hand⸗ ſchrift durch Chemikalien, um den Text des Codex Theodoſianus daraus zu reſtituiren. (acher 35 40).

B. Die lateiniſchen Bearbeitungen. I. Die Ueberſetzung des Julius Valerius.

Dürftige Reſte, herausgeg. im Spicileg- Romanum Tom. VIII. Romae. 1842. pag. 513 522 ed. A. Mai.