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er über»etliche solcher tuck uud böse stuck«, die er selber ver- merkt und die ihm von frommen und guten Herzen, wie er sich ausdrückt, mitgetheilt wären.
Zuerst tadelt er, dass der Kaufmann auf Zeit theurer ver- kaufe, als gegen baar, und dass mancher seine Preise über die ge- wöhnlichen Marktpreise halte, wenn er wisse, dass von seiner Waare nicht mehr viel im Lande sei oder in Kürze keine Zufuhr komme. Denn es wäre jede Speculation unchristlich, die auf das Steigen der Preise berechnet sei, der Kaufmann solle die Waare nicht massenhaft aufkaufen und aufspeichern, um sie später zu höheren Preisen abzusetzen, dadurch entständen»Monopolia«, die Fürsten und Herren nicht dulden sollten. Und wenn jemand etwa aus der Bibel(Moses 1. 41, 48, 49) das Beispiel Joseph's anziehen wollte, der für Pharao Korn und Vieh aufgekauft habe, so könne das kein Beweis für die Erlaubtheit sein, das sei»ein redlicher gemeiner Kauf gewest, wie er im Lande gewönlich war«; diese Weisheit sei dem Joseph von Gott eingegeben, und die Obrigkeit könne dergleichen Aufkäufe machen, damit im Lande keine Noth entstehe. Damit man sehe,»wie grosse Büberei in Kaufhändeln sei«, wolle er auch er-— wähnen, dass von Kaufleuten Waaren massenhaft für ganz niedrige Preise auf den Markt geworfen würden, um dadurch andere Mit- werbung fern zu halten und dann, nachdem das erreicht, willkürlich die Preise stellen zu können und sich auf diesem Wege ein Monopol zu verschaffen. Ebenso tadelnswerth sei es, wenn ein Kaufmann, bei dem nach einer Waare gefragt werde, die er zur Zeit nicht auf dem Lager habe, für welche er aber die Bezugsquellen in seiner Nähe kenne, solche um höhere Preise verkaufe, als er sie haben könne und dieselbe dann nach zwei oder drei Tagen dem Besteller liefere; »das heisst fein sich auf der gassen ernähret durch frembd gelt und gut, das mann nicht darf über Land oder Meer ziehen.-
Auch das heisse, sich auf der Gassen ernähren, wenn jemand, der durch den Handel reich geworden ist, sich in einer grossen Handelsstadt niederlasse und nun Kaufleuten, die in Verlegenheit sind, Waaren zu 8 Gulden abkaufe, für welche er sonst gern 10 Gulden zahlen würde, ja sogar dritte Personen zu diesen Kauf- leuten schickten, welche ihnen 6 oder 7 bieten müssten, damit die- selben, aus Besorgnis, die Waare für keinen höheren Preis los- werden zu könneu, umso eher zum Verkaufen geneigt würden: »solche finanzer heisse man die gorgelstecher oder kehlstecher, sind aber für grosse geschickte leute gehalten.-


