Aufsatz 
Darmstädter Straßenbüchlein
Entstehung
Einzelbild herunterladen

17

wurde, während der frühere Mathildenhöheweg, der 1901 dieſen Namen bekommen hatte, umbenannt und zum Eugen⸗Bracht⸗ Weg wurde.)

Heinz⸗Heim⸗Weg(eine Straße, die ſeit 1922 Eugen⸗ Bracht-Weg hieß, wurde 192 ſo genannt): Heinz Heim,* 1860 in Worms, Schüler von Löffz in München, dann auch in Paris, gehört zu den Bahnbrechern der Freilichtmalerei in Deutſchland, leiſtete hervorragendes im Bildnis und Figurenbild, unübertreff⸗ licher Zeichner, im beſonderen Darſteller der Odenwälder Bauern. 1895 D, erſt 35 Jahre alt.

Schollweg(1918): Johann Baptiſt Scholl(18181881) Bildhauer. Von ihm ſtammen u. a. die Denkmäler der beiden Landgrafen vor dem Herrngarten.

Felſingſtraße(1905): Heinrich Felſing(1800 1875) Kupferdrucker, hochverdient um die Turnſache, beſonders in D, Erfinder des Turnzeichens, der Afachen F(1844). Seit 1877 Denkmal auf ſeinem Grabe auf dem hieſigen Friedhof:Errichtet von der Turngemeinde Darmſtadt und ſeinen Freunden. Sein Vater, Johann Conrad F.(17661819), Hofkupferſtecher, ſein Bruder, Profeſſor Jacob F.(18021883), Kupferſtecher.

Thylmannweg(1926): Karl Thylmann,*D 1888, 1916 an ſchwerer Verwundung im Kriegslazarett zu Groß⸗Auheim, Dichter und Künſtler(Graphiker, Illuſtrator, Meiſter des Linien⸗ holzſchnittes).

Voglerweg(1918): Georg Joſeph Vogler, gewöhnlich Abt Vogler genannt,* 1749 Würzburg, 1814¼ D, ſein auf Befehl Ludwigs III. erſetzter Grabſtein hinter der Kapelle an der Mühl⸗ ſtraße, Denkmal ſeit 1890 auf dem Mathildenplatz. Bedeutender Muſiker im Dienſte Ludewigs J. ſeit 1807, Lehrer von Weber und Meyerbeer.

Weberweg(1918): Karl Maria von Weber(17861826). berühmter Muſiker, Komponiſt von Freiſchütz, Oberon, Euryanthe; Schüler von Abt Vogler(ſ. d.), wohnte vom A. 4. 1810 14. 2. 1811 in Darmſtadt, Kleine Ochſengaſſe Nr. 1⁴½¼, ſeit 1886 am Hauſe eine Gedenktafel.

Heinrich⸗Rinck⸗Weg(1924; 1918 nur Ninckweg): J. Ch. Heinrich Rinck,* 1770 Elgersburg, ſeit 1806 in D, hier Langibe ihmter Orgelkomponiſt, ⸗Spieler und Muſtklehrer,

r. phil.

Schuhknechtſtraße(1903): Johann Martin Schuhknecht, fürſtlicher Baumeiſter und Ratsverwander,* 172¼ in Beſſungen, 1790; ſein leider pietätslos zerſchlagener Grabſtein auf dem Friedhof an der Stadtkapelle war mit einer Abbildung des von ihm 1771 erbauten Zeughauſes geſchmückt, das dem Neubau des Landesmuſeums weichen mußte. Auch die Kanzlei am Luiſen⸗ platz und Teile des Schloſſes hat er erbaut. Gedenktafel an dem von ihm erbauten und bewohnten Hauſe Kleine Ochſengaſſe 2.